Gummiköder


Verschiedene Shads für das Angeln auf Zander. © Paul Lahrmann


Gummiköder gibt es in allen erdenklichen Farben, Formen und Größen. Von Natur- bis Neonfarben. Bei der Wahl des Köders ist zu beachten: Je klarer das Wasser, desto eher natürliche Farben wählen. Und je trüber das Wasser, desto besser sind hellere Köder.

Shads
Diese Gummiköder sind den echten Futterfischen noch am ehesten nachempfunden. Durch ihre längliche Form, die verschiedenen Farben und den taumelnden Schwanz locken sie die Zielfische an. Durch die Strömung im Wasser oder das Einholen der Schnur, taumelt dieser Gummiköder von links nach rechts oder dreht sich. Dadruch werden Druckwellen erzeugt, die die Fische mit ihren Seitenlinienorganen aufnehmen.

No Action Shad
Sie ähneln den natürlichen Fischen ebenfalls stark. Da diese Gummiköder keine bzw. kaum Bewegungen erzeugen, werden sie vorzüglich in den kalten Jahreszeiten eingesetzt, in denen die Bewegung der Beutefische tatsächlich auf ein minimum hinabgesetzt sind.

Gummiköder Angeln

Verschiedene Shads für das Angeln auf Zander. © Paul Lahrmann

Twister
Der Twister ist einer der ersten Gummiköder. Die weichen, langen Plastikschwänze wedeln beim Einholen oder in der Strömung wie wild umher und erzeugen so Druckwellen. Sie sind sehr gut sichtbar und besonders Barsche fahren auf sie ab.

Twister mit Tellerschwanz
In diesem Gummiköder sind verschiedene Modelle vereint. Einmal der normale Twister wie eben beschrieben und zusätzlich haben sie am Schwanzende die Schaufel eines Shads.

Twisterangeln

Twister zum Angeln auf beispielsweise Barsche. © Paul Lahrmann

Gummiköder mit Bleikopf
Fast alle Gummiköder benötigen auch einen Kopf. An diesem Kopf ist der Haken eingegossen. Ich stelle einmal den Rundkopf-Jig und den Erie-Jig vor. Der Rundkopf-Jig ist ein universell einsetzbarer Kopf. Durch den geringen Luftwiderstand kann er weit geworfen werden und ist in tiefen und flachen Gewässern einsetzbar. Nachteil ist bei diesen Köpfen, dass der Gummiköder beim Aufkommen auf den Grund zur Seite kippt und somit der Haken verschmutzen kann.

Der Erie-Jig hingegen wurde speziell für das Angeln am Grund entwickelt. Die flache Kopfform ermöglicht es, dass der Gummiköder und der Haken aufrecht im Wasser stehen. Er gleitet fast waagerecht durch das Wasser und erzeugt beim Anheben vom Grund eine verführerische Sandwolke.

Gummiköder Köpfe Jigs

Die Gummiköder links wurden auf einen so genannten Erie-Jig aufgezogen. © Paul Lahrmann

Die Hakengröße und das Kopfgewicht müssen natürlich zu dem Gummiköder passen. Der Haken sollte so weit aus der Mitte des Rückens rausragen, dass er ordentlich im Maul des Fisches haken kann. Das Gewicht des Kopfes ist ausschlaggebend für die Führung des Köders. Ein zu schwerer Kopf muss zum Beispiel sehr schnell geführt werden, damit er nicht so schnell absinkt. Sind Fehlbisse zu verzeichnen oder wurde ein Schwanz abgebissen kann ein so genannter Angstdrilling installiert werden. Dieser wird mit einem kurzen Stahlvorfach versehen welches in die Öse am Kopf eingeklinkt wird. Der Drilling an sich wird in die Flanke oder Schwanzwurzel gestochen.

Das Aufziehen des Gummiköders auf einen Bleikopf-Jig erfolgt in drei Schritten:

  1. Den Haken neben den Köder halten und gucken, wo der Schenkel dees Hakens den Rücken verlassen soll. Diese Stelle wird mit einem Einstich markiert und erleichtert so das spätere fehlerfreie Aufziehen.
  2. Die Hakenspitze mittig in die Front des Gummiköders einstechen. Die Innenseite des Hakenschenkels zeigt zum Rücken des Köders.
  3. Den Gummifisch langsam, mittig und gleichmäßig auf den Haken schieben. Ist die Hakenspitze fast unter der markierten Stelle im Rücken angekommen, die Spitze langsam hierhin führen und durch den markierten Punkt nach außen führen.

Den Gummiköder richtig führen
Nach dem Auswerfen und dem Aufkommen des Gummiköders auf die Wasseroberfläche wird die Rolle geschlossen und die Schnur gestrafft. Der Köder sinkt auf den Grund und wird dann durch Zupfen und knappe Kurbelumdrehungen eingeholt. Der Köder sollte über den Grund springen. In der Absinkphase schlagen die Räuber dann zu. Führen Sie den Köder unregelmäßig und variantenreich. Dann stellt sich der Erfolg ein.
Neben dem Angeln auf dem Grund, kann auch im Freiwasser mit Gummiködern geangelt werden. Auch hier ist es wichtig die Köder abwechslungsreich zu führen. Er sollte auch ruhig mal absinken, mal langsam, mal schneller eingeholt werden und durch leichte Zupfer spielerisch im Wasser taumeln.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.