Spinnfischen

Für das Spinnfischen werden sehr oft Gummifische eingesetzt. © Paul Lahrmann

Spinnfischen allgemeine Informationen

spinnfischen-koeder

Spinnfischen, auch Spinnen genannt (aus dem Englischen to spin – sinngemäß drehen, wirbeln, kreiseln) ist eine Art des Angelns, bei der überwiegend Kunstköder eingesetzt werden. Vibrationen und optische Reize beim Einholen der Köder verleiten Raubfische anzubeißen. Spinnfischen wird vom Boot oder vom Ufer aus praktiziert. Es ist eine Kunst für sich, den Köder richtig zu führen, ob man kurze Stops einlegt oder einfach schnell einholt. Bei dieser Methode wird in aller Regel nicht lange an einem Platz verharrt, sondern das Gewässer nach beißwillligen Fischen abgesucht.

Spinnfischen ist eine sehr interessante Angelart. Jedoch auch nicht immer sofort erfolgreich. Wie beim Angeln üblich, braucht man auch hier viel Geduld bis wirklich der erste Räuber den Kescherrand überquert. Hier gilt: Probieren, probieren, probieren. Ging gestern der rot-weiße Wobbler gar nicht, kann das heute schon wieder ganz anders aussehen. Gestern eine Stelle vollkommen ohne Erfolg “abgegrast”, so kann heute schon nach dem ersten Wurf an der gleichen Stelle ein Kapitaler beißen.

Spinnfischen Erfolgsfaktoren

Beim Spinnfischen hängt der Erfolg von verschiedenen Faktoren ab. Das Wetter (Sonne, Regen, bewölkt, warm, kalt), das Gewässer (Größe, Tiefe, Klarheitsgrad des Wassers) und der Köder (Farbe, Größe, Art) sind die Wichtigsten. Angelt man z.B. in einem Gewässer mit Brackwasser, welches also viel Schmutz beinhaltet kann durchaus ein ebenfalls “brackig braun” aussehender Gummifisch den Erfolg bringen.

Spinnfischen Zielfische

Die Zielfische beim Spinnfischen sind hauptsächlich Hecht, Zander und Barsch.
Für den Hecht können große Köder eingesetzt werden. Sie sind sehr aggressive Fische und beißfreudig. Spinner in goldenen und silbernen Farben und gerne auch mit Federn oder Fell am Haken. Wobbler ab 9cm Größe und in bunten Farben wie gelb, rot oder in denen der natürlichen Nahrungsfische (Rotauge, Barsch). Gummiköder werden auf einen Jigkopf aufgezogen. Farben wie schwarz, rot und blau sind fängig. Wichtig ist beim Spinnfischen auf Hecht zudem, dass ein Stahlvorfach benutzt wird. Zudem sollten kräftige Ruten und Rollen verwendet werden. Die Schnur muss eine hohe Tragkraft haben, da Hechte viele Druck ausüben können. Große Fluchten sind jedoch nicht zu erwarten.
Das Spinnfischen auf Zander wird am erfolgreichsten mit Gummiködern durchgeführt. Die bodennahe Führung ermöglicht es in den Beißzeiten der Zander viele Bisse zu bekommen. Es können leichtere Ruten als beim Hechtangeln benutzt werden. Stahlvorfächer sind bei Zanderanglern nicht beliebt. Sie sind in erster Linie auch nicht nötig, da Zander nicht so scharfe Zähne wie Hechte haben. Insbesondere ist die Führung des Köders aber nicht so attraktiv möglich.
Barsche sind absolute Schwarmtiere und sehr neugierig. So verfolgen sie die Köder auch einfach nur und ziehen dann wieder ab. Zudem überschätzen sie sich oft selbst und beißen auf viel größere Köder als gedacht. Das Spinnfischen auf Barsch wird mit Spinnern in den Größen 2 bis 5, mit Wobblern bis 7cm kleineren Twistern erfolgreich angegangen. Die Rute und Rolle kann leicht gewählt werden.

Spinnfischen Köder

Als Köder werden beim Spinnfischen Blinker, Wobbler, Gummiköder (Twister und Shads) oder eben Spinner genutzt. Genauere Informationen erhalten Sie auf den Unterseiten zu den verschiedenen Ködern.

Gummiköder zum Spinnfischen

Für das Spinnfischen werden sehr oft Gummifische eingesetzt. © Paul Lahrmann

Spinnfischen Rute und Rolle

Dieser Teil ist noch in der Ausarbeitung.

Spinnfischen Schnur / Sehne

Dieser Teil ist noch in der Ausarbeitung.


One thought on “Spinnfischen

  • Tom23. April 2017Antworten

    Sehr toller Bericht! Möchte nur der Info wegen hinzufügen, dass das Spinnfischen auf Wels immer populärer wird. Sollte man mal ausprobiert haben. Die Bisse sind gigantisch und der Drill mit der Spinnrute aufregend 🙂

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