Match Angeln mit dem Waggler


Charakteristisch für Waggler ist der bauchige Körper mit dem Gewicht. © Paul Lahrmann

Allgemeines zum Angeln mit dem Waggler und der Matchrute

Eigentlich hat man für das Angeln auf Friedfische ja zwei perfekte Angelmethoden zur Verfügung. Für das nahe Angeln sind Stippruten unschlagbar und für weitere Entfernungen Feederruten mit Futterkorbmontagen. Wozu also noch eine Matchrute kaufen und mit Wagglern angeln? Weil damit ein feineres Fischen auch auf Distanz möglich ist. Das ist besonders bei vorsichtigen Fischen natürlich von Vorteil. Zudem kann eine flexiblere Tiefeneinstellung vorgenommen werden. Der Köder kann am Grund und auch im Mittelwasser angeboten werden. Fische, die schon beim Absinken des Köders beißen, können einfacher gefangen werden.

Auch bei windigem Wetter sind Waggler die optimale Lösung. Waggler haben ein hohes Eigengewicht. Das kommt durch die bestehende Bebleiung zustande und kann durch weitere Gewichtsscheiben erhöht werden. Somit fliegen sie weiter und es können Zielgenaue Würfe gemacht werden. Unbebleite Waggler sind in Ufernähe beliebt. Durch das geringe Eigengewicht und das damit verbundene geräuscharme Eintauchen, könne auch scheue Zielfische problemlos beangelt werden. Wichtig ist die Schnurbebleiung in tiefen und strömenden Gewässern. Ansonsten kann der Köder sofort auf den Gewässegrund absinken, ohne eine lange Zeit im Mittelwasser zu schweben. Somit ist bei diesen Wagglern wichtig, dass die Vorbebleiung (Gewichtscheiben) entfernbar ist und sie eine hohe Tragkraft haben.

Fest auf der Schnur befestigte Waggler

Sie zeigen Bisse schon beim Absinken des Köders an. Oberhalb des Wagglers wird ein Bleischrot montiert um die Angeltiefe zu halten. 90% der Posenkraft sollten die Gewichte unterhalb des Wagglers ausmachen. Ein paar kleine Schrote werden kurz vor dem Vorfach installiert, gleichen das fehlende Gewicht aus und lassen auch vorsichtige Bisse sichtbar werden. Um die Schnur zu schonen werden unter jedem Schrot kleine Silikonröhrchen angebracht. Somit ist außerdem ein leichtes Verschieben und die Anpassung an veränderte Verhältnisse möglich. Zwischen der Hauptschnur und dem Vorfach wird ein so genannter Mikrowirbel installiert um ein Verdrillen bei schnellem Einholen zu verhindern.

 

Durchlaufende Waggler (Slider)

Sie sind auf das Angeln in großer Wassertiefe optimiert. Zur Tiefeneinstellung finden stets zwei Schnurstopper Verwendung, um ein unabsichtliches Verstellen der Angeltiefe vorzubeugen. Eine Kunststoff-Perle vor den Stoppern verhindert das Durchrutschen der Stopper durch das Öhr des kleinen Wirbels, in dem der Waggler eingehängt wird. Durch den Wirbel gleitet der Waggler deutlich besser auf der Schnur und ermöglicht einen schnelleren Austausch der Pose im Falle einer Beschädigung.

Die perfekte Bebleiung ist sehr wichtig

Das Gewicht der Pose ruht auf einer kurzen Kette von Schrotbleien. In einem um 10cm größeren Abstand als die Posenlänge folgt eine fixierbare Bleiolivette. Zwei bis vier kleine Bleie vor dem Vorfach dienen wiederum der Bissanzeige. Auf das Vorfach selbst wird nur selten ein Bleib geklemmt. Sinn hinter dieser Bleiverteilung ist es, dass der Fisch nur sehr wenig Gewicht bewegen soll. Es ist von Vorteil darauf zu achten, dass die Schnur exakt Mittig der Bleischrote geklemmt werden und bombenfest sitzen. So haben wir einen perfekten Sitz und die Flugeigenschaften beim Wurf sind ebenfalls optimiert. Die Verbindung von Vorfach und Hauptschnur wird auch beim Slider durch einen Microwirbel besorgt.

Waggler durchlaufend

Die Schnur wird bei diesem durchlaufenden Waggler nur durch die Öse am unteren Ende gefädelt. © Paul Lahrmann

Wichtig bei dieser Angeltechnik ist es, die Hauptschnur nach dem Auswerfen unter Wasser zu bekommen. Das wird durch untertauchen der Rutenspitze und das darauf folgende kurze Einholen erreicht. Auch hier ist das Ausloten sehr wichtig. Durch den Schnurclip an der Rolle kann immer die gleiche Angelstelle ausfindig gemacht werden. Durch eine Markierung mit Hilfe eines Fettstifts der Angelschnur an dieser schnelle hilft, wenn ein großer Fisch gedrillt werden muss und die Schnur aus dem Clip gelöst werden muss.

Rute und Rolle für das Wagglerangeln

Übliche Angelruten liegen bei 3,90-4,20m Länge für Angelweiten bis 25m und einer feststehenden Montage bis höchstens 3,50m. 4,20m Ruten bis 35m und 4,50m für weitere Reichweiten. Bestückt werden die Ruten mit Stationärrollen der Größe 30 oder 40. 0,16-0,20mm monofile Schnur sind optimal!

Die richtige Köderwahl

Das Futter kann optimal mit einer Futterschleuder am Angelplatz platziert werden. Nachdem man mit zwei Maden am Haken ein paar Fische gefangen hat, kann man auf zwei Caster umsteigen. Vorher müssen die „Floater“, also die Caster, die sich schon soweit entwickelt haben, dass sie schwimmen, aussortiert werden. Das kann man mithilfe eines Wasserbads machen. Diese Floater kommen dann nicht ins Futter, sondern nur an den Haken. Ein einfacher Caster und ein Floater bewirken, dass der Haken knapp über dem Grund schwebt und so von den Fischen besser genommen werden kann.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.