Gewässertiefe richtig ausloten


Es gibt verschiedene Lotbleie. Bei beiden hier gezeigten wird der Haken eingeklemmt. © Paul Lahrmann

Gewässertiefe Ausloten – so geht es

Fische nehmen größtenteils ihre Nahrung am Grund des Gewässers auf. Um den Köder mit einer Posenmontage dort präsentieren zu können müssen wir die richtige Angeltiefe an unserem Gerät einstellen. Das erreichen wir durch das Ausloten der Angelstelle.

Es gibt verschiedene Lotbleie. Allerdings erfüllen sie alle den gleichen Sinn und Zweck. An unsere fertige, perfekt ausgebleite Montage wird anstelle des Köders, ein Lotblei am Haken angebracht. Nun werfen wir die Montage an die vorgesehene Angelstelle aus. Geht die Pose unter, muss die Festellpose oder der Posenstopper tiefer eingestellt werden. Dieses Prozedere wird so lange wiederholt bis die Pose optimal im Wasser steht. An stehenden Gewässern kann der Köder auch auf dem Grund aufliegen.

Im Fließwasser ist nur die Strömung zu beachten. Durch diese treibt die Pose vom eigentlichen Angelplatz ab und die Schnur liegt schräg im Wasser. Somit muss die Montage tiefer eingestellt werden. Möchten Sie mit Pose auf Raubfisch angeln ist auch hier das Loten Pflicht. Beim Hechtangeln ist der Köderfisch auf 3/4 Wassertiefe oder 1-2 Meter über dem Grund anzubieten. Besonders wichtig ist hier den Köder an Kanten und Untiefen anzubieten. Diese werden beim Loten ausfindig gemacht. Im Sommer werden Hechte und Zander kurz unter der Wasseroberfläche (ca. 1 Meter) beangelt. In anderen Jahreszeiten werden die Köder für Zander kurz über dem Gewässergrund angeboten.

Wichtig für das Ausloten

  • Den Köder je nach Zielfisch schwebend über dem Grund, am Grund oder mit einem Stück Vorfach am Grund präsentieren! Karpfen, Schleien und Brassen nehmen den Köder zum Beispiel beim Gründeln direkt vom Grund auf.
  • Die Tiefe ist an Fließgewässern an jedem Angeltag neu auszuloten. Es kann passieren, dass sich der Wasserstand verändert und man somit eine andere Angeltiefe einstellen muss.

Weitere nützliche Informationen zum Ausloten

Beim Ausloten finden Sie nicht nur heraus wie tief Sie Ihre Montage einstellen müssen, sondern auch welche Bodenbeschaffenheit dort vorzufinden ist und ob es Tiefen und Untiefen zu finden gibt. Landet das Blei hart spricht dies für einen sandig-kiesigen, landet es weich für einen schlammigen Untergrund. Versinkt es in Pflanzen oder fällt es zwischen Steine? Dort ist eine Bodenmontage fehl am Platz und Sie können mit der Posenmontage auf Erfolg hoffen. Auch die Bodenstruktur ist durch das Loten zu erkennen. Abwechslungsreiche Bodenverhältnisse stehen bei Fischen nämlich sehr hoch im Kurs. An tieferen Rinnen sammelt sich Nahrung. An Untiefen mit hartem Untergrund ist eine Topp-Karpfenstelle. An Unterwasserbergen und Abbrüchen finden sich immer Raubfische.


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