Feederangeln


© Paul Lahrmann

Allgemeines zum Feederangeln mit dem Futterkorb

Das Angeln mit der Feederrute wird auch Feederangeln genannt. Es umschreibt das Angeln mit einem Futterkorb auf dem Grund eines Gewässers. Es kann zielgenau gefüttert werden, außerdem werden auch vorsichtige Bisse an der feinen Feederspitze angezeigt.
Zielfische bei dieser Angelmethode sind Friedfische, die ihre Nahrung am Gewässergrund aufnehmen. Hauptsächlich werden Brassen, Karpfen und Schleien gefangen. Aber auch Rotaugen können durch aufsteigende Futterpartikel aus dem heimischen Mittelwasser angelockt werden.

Feederruten kommen dann zum Einsatz, wenn in einer Entfernung geangelt werden soll, die mit Posenruten nicht erreichbar sind. Entfernungen jenseits der 100-Meter-Marke stehen an der Tagesordnung. Der Köder wird direkt am Futterplatz angeboten. Er kann nicht davontreiben da er in der Strömung verankert werden. Besonders für Großfische sind diese ruhigen Köder attraktiv.
Kaum eine Angelmethode verlangt dem Gerät so viel ab wie das Feederangeln. In Flüssen müssen teilweise 100g schwere Futterkörbe an den Platz gebracht werden.

 

1. Das richtige Gerät für das Feederangeln mit dem Futterkorb

Folgende Punkte sind wichtig:

  • starkes Rückgrat
  • dennoch sensible Spitzenaktion
  • extra große Ringdruchmesser für weite Würfe
  • eine kräftige Brandungsrolle bietet ein robustes Getriebe und eine saubere Schnurverlegung
  • der große Schnureinzug sichert ein ermüdungsfreies Einholen des Futterkorbes

2. Die richtige Schnur für das Feederangeln mit dem Futterkorb

Mit einer geflochtenen 0,08 – 0,10mm Schnur können Sie nichts falsch machen. Sie tragen höhere Gewichte und sind abriebfester als monofile Schnüre. Außerdem kommen vorsichtige Bisse durch die kaum vorhandene Dehnung der Schnur besser an der Rutenspitze an. Ganz ohne Mono geht es dann aber auch nicht. Um ein aushaken des Fisches zu vermeiden, sollten die ersten 10m aus einer monofilen 25-30er Schnur bestehen. Diese so genannte “Schlagschnur” sorgt für ausreichend Dämpfung und verhindert Schnurbrüche beim Angeln mit hauchdünnen Vorfächern.
Wichtig beim Feederangeln ist die sensible Bissanzeige und eine verwicklungsfreie Montage. Dies ist mit der Schlaufenmontage gegeben. Der Futterkorb läuft frei auf der Schnur; der Fisch spürt keinen Widerstand.

  1. Bilden Sie eine ~50cm lange Schlaufe (inkl. Knoten)
  2. Teilen Sie diese Schlaufe in zwei per Überhand-Knoten. Dabei sollte die obere, zur Rute zeigenden Schlaufe ~30cm lang sein. In diese wird der Futterkorb per Doppelwirbel eingehängt.
  3. Mit zwei weiteren Überhand-Knoten wird die zweite Schlaufe in drei gleichgroße Abschnitte geteilt.
  4. Durch die Schlaufe am Ende wird nun das Vorfach gesteckt, der Haken durch das Vorfachauge gesteckt und zusammengezogen. Normal sind Vorfächer von 100cm. Sitzen die Haken zu tief im Schlund der Fische oder sind die Köder nach dem Einholen ausgelutscht, wird das Vorfach verkürzt.

Dazu hier das passende Video:


Im Video wird eine Futterkorbmontage erklärt, die ohne Wirbel auskommt. Damit spürt der Fisch keinen Wiederstand.

 

3. Welcher Futterkorb ist der richtige für das Feederangeln?

Futterkörbe zum Angeln

Je nach Einsatzort und Futterart, kommen verschiedene Futterkörbe zum Einsatz. Hier zu sehen: Spiralfutterkorb (für Teig, Brot), geschlossener Futterkorb (Maden, Würmer), ein aus einer Filmdose selbst gebauter Futterkorb, Drahtfutterkorb (am meisten verwendet) © Paul Lahrmann

Es gibt grundsätzlich zwei Futterkorbarten: mit Bleischlitten an der Seite für die Flussfischerei mit kurzer Distanz. Oder Körbe mit konzentrischen Bleigewicht an der Unterseite (Speedkörbe) für weitere Entfernungen. Drahtkörbe haben den Vorteil des geringen Widerstands und guten Flugeigenschaften. Körbe aus Kunststoff werden in hindernisreichen Gewässern eingesetzt. Durch den Eigenauftrieb und die geschlossene Form gelangen diese Körbe beim Einholen schnell an die Oberfläche und verhaken sich somit kaum an Hindernissen. Zudem gibt es noch Futterspiralen wie rechts im Bild zu sehen. Sie haben ein sehr geringes Eigenwicht, geben das Futter aber schnell ab.

 

4. Welches Futter ist für das Feederangeln mit dem Futterkorb geeignet?

Angelfutter zum Anfüttern

Es wichtig das Angelfutter entsprechend des Zielfisches und des Gewässers auszuwählen. © Paul Lahrmann


Das Futter sollte sich schnell aus dem Futterkorb lösen. Für das Stillwasser reicht trockenes Futter, für schnell fließende und tiefe Gewässer ist feuchtes Futter richtig. Ist beim Einholen noch Futter im Korb, ist es entweder zu nass oder wurde zu stark in den Futterkorb gepresst. Sobald der Futterkorb auf den Boden aufkommt soll sich das Futter lösen. Helles Futter zieht große Fische an, dunkles eher kleine, da diese das helle aus Angst vor Fressfeinden meiden. In trüben Gewässern bringt rotes Futter die besten Resultate.

 

5. Wie geht das Angeln mit dem Futterkorb?

Nach dem Ausfindigmachen einer geeigneten Angelstelle und dem Auswerfen per Überkopfwurf, wird die Rute 45° zum Futterplatz abgelegt und die Schnur soweit eingeholt, bis die Rutenspitze sich leicht biegt. An stillen Gewässern sollte die Spitze kurz über der Wasseroberfläche liegen. An Flüssen mit starker Strömung ist die Rute steil aufzustellen. So ist möglichst wenig Schnur im Strömungsdruck. Die Entfernung kann per Schnurclip gesichert werden. So wird die richtige Entfernung beim nächsten Wurf sichergestellt. Für die richtige Richtung merkt man sich einen markanten Punkt am gegenüberliegenden Ufer.


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