Dicke Rotaugen statt Schleie


Von diesen Rotaugen hat Johannes einige überlisten können. Der Zielfisch Schleie hat leider nicht gebissen.

In der letzten Augustwoche zog es mich wieder einmal zum Posenangeln in einen beinahe unbefischten und schwer zugänglichen Donaualtarm. Zielfisch war die Schleie…

Bereits die Angelplatzsuche gestaltete sich schwierig, da das Gewässer bis auf 2 Stellen mit dichter Wildnis umgeben war und ich daher einige hundert Meter mit der Ausrüstung marschieren musste bis ich einen verwachsenen Weg entdeckte.
Nach dem Abfangen von Zecken und Spinnenhäuten lag ein alter, naturbelassener Donauausstand vor meinen Füßen. Das grünliche Wasser ließ auf Fisch hoffen…

Genug geschwärmt! Ich begann mit dem üblichen Aufbau des Angelplatzes – auspacken und aufstellen, ein für jeden Angler automatisierter Ablauf.
Nachdem alles seinen Platz gefunden hatte, rührte ich erstmal den Teig, ein einfacher Mix aus Semmelbrösel, Kürbiskernmehl und Mais, ab und warf zwei faustgroße Kugeln davon zur gewünschten Futterstelle, die nur 2-3 m vom Ufer entfernt lag.

Danach kontrollierte ich noch einmal die Montage, befestigt war eine 3-g-Pose, der den Köder in Grundnähe, in ca. 2 m Tiefe präsentieren sollte.
Die Haken der 2 Ruten bestückte ich anschließend mit je einem Maiskorn und warf kurze Zeit später in Richtung Futterplatz aus.

Es dauerte nicht lang, da tauchte die Pose erstmals ab und ich konnte ein Rotauge mit knapp 20 cm landen. Daraufhin folgten in regelmäßigen Abständen viele weitere Fische dieser Art und Größe.

Nach locker 20 Stück Rotaugen zupfte erneut etwas am Köder…
Die Pose tanzte genauso wie bei den vorherigen Bissen, doch nach dem Anschlag verspürte ich mehr Widerstand! Schleie! Kleiner Karpfen? Ne, doch eine Brachse…
Doch nach einem kurzem Drill wurde ich eines Besseren belehrt, denn eine wunderschöne Rotfeder hatte sich das Maiskorn einverleibt..

Rotaugen Posenangeln

Von diesen Rotaugen hat Johannes einige überlisten können. Der Zielfisch Schleie hat leider nicht gebissen.

Der 35 cm lange Fisch war perfekt im vorderen Maulbereich gehakt, daher konnte ich den Haken schonend und ohne Probleme lösen.
Nach einem kurzen Fotoshooting setzte ich ihn wieder zurück in sein Element, das Tier verabschiedete sich mit einem kräftigen Spritzer Wasser direkt in mein Gesicht!

Danach ging es mit einigen 20-25 cm langen, relativ kampfstarken Rotaugen weiter, darunter fand sich auch noch eine kleine Rotfeder mit 15 cm Länge.

Fazit: Auch ein „Weißfischtag“ bringt viel Spaß und Erfolg, obwohl die 20-kg-Fische ausbleiben. Leider konnte ich meinen Zielfisch – die Schleie – nicht überlisten, daher schreit dieses Vorhaben nach Wiederholung…


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