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Mit kleinen Körnern auf große Fische angeln


Sämtliche Körner wie zum Beispiel Mais, Erbsen und Kichererbsen eignen sich zum Angeln. Hier erfährst du, wie sie vorbereitet werden und du damit erfolgreich angelst.

Körner wie Mais und Kichererbsen sind sehr gute Köder zum Angeln auf Friedfische. © Paul Lahrmann

Mit Körnern zum Angelerfolg

Diese Körner werden auch Partikelköder genannt und sind Karpfenanglern sicherlich schon ein Begriff. Es gibt viele verschiedene Körner, die du zum Angeln verwenden kannst. Am beliebtesten und bekanntesten ist Mais. Hier gibt es Hartmais und Dosenmais. An sich natürlich einfach Mais, jedoch wurde der Hartmais nach dem Abpulen vom Maiskolben getrocknet und der Dosenmais in Wasser eingelegt. Weitere sehr fängige Körner sind Weizen, Hanf, Tigernüsse und Kichererbsen. Probiere auch einfach mal andere wie zum Beispiel Kidney-Bohnen aus. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Vorbereitung der Körner

Dosenmais und Erbsen müssen nicht vorbereitet werden. Dose auf und Köder anhaken, fertig. Bei Hartmais und Kichererbsen sieht das schon anders aus. Damit sie nicht erst im Magen der Fische quellen und auch besser angehakt werden können, müssen sie aufgeweicht werden. Das macht man am besten einen Tag vor dem Angeltag. Dazu einfach die Körner in einem Topf mit Wasser und ca. eine halbe Stunde lang kochen lassen. Dann in ein Sieb schütten und abkühlen.

Körner müssen zunächst aufquellen. Hier sieht man auf der rechten Seite die aufgequollene Version. © Paul Lahrmann

Partikelköder verfeinern

Die Körner haben nach dem Kochen schon einen intensiven Geruch und locken einige Fische an den Futterplatz. Wer noch etwas nachhelfen möchte, kann Lockmittel dazu geben. Entweder Vannille-Zucker darüber streuen und gut umrühren oder flüssiges Mittel aus dem Angelladen. Dazu die Körner in eine Plastiktüte füllen und die Flüssigkeit hinzugeben. Dann ordentlich schütteln bis sich der Sirup an jedes Korn geheftet hat. Über Nacht einwirken lassen und fertig ist der perfekte Köder.
Wenn du mit Weizen Angeln willst, kannst du einen Tag vorher eine Thermoskanne zu einem Drittel mit Weizen füllen und mit heißem Wasser aufgießen. Dann die Kanne verschließen und am nächsten Tag sind die Körner perfekt gequollen.
Wichtig ist noch zu erwähnen, dass das Lockmittel erst NACH dem Kochen hinzugegeben wird. Andernfalls riecht nur die Küche und nicht der Köder.

 

Welche Fische stehen auf welche Körner?

Das muss man einfach an seinem Gewässer ausprobieren. Je nachdem wie stark hier schon mit Körnern gefischt wird, kann es sogar sein, dass sie vor einem Teppich mit Maiskörnern fliehen.
Für Schleien kannst du aber gut Erdnussmehl mit Hartmais anrühren und damit anfüttern. Als Hakenköder nimmst du einen Rotwurm und ein Hartmaiskorn. Insbesondere Rotaugen stehen auf Erbsen aus der Dose.
Mit gequollenem Weizen und Hanf kannst du auf alle Friedfische angeln und sehr erfolgreich sein. Karpfen stehen auf Mais, Tigernüsse und Kichererbsen.

Mit Mais fängt man fast alle Friedfische. Auf Erbsen aus der Dose stehen Rotaugen. © Paul Lahrmann

Das Angeln mit Partikelködern

Fische an einem Angelplatz an dem mit Partikelködern angefüttert wurde, werden von mehreren Fischen aufgesucht. Sie fressen dann jeden einzelnen Korn einzeln und es kann etwas dauern, bis sie sich zu unserem Köder vorgefuttert haben. Wie schon bereits geschrieben, sind in stark befischten Gewässern zu viele Partikel an einem Angelplatz nicht gut, sondern können Fische sogar verschrecken. Hier ist dann weniger mehr.
Um den Beißerfolg etwas zu erhöhen, kann es hilfreich sein, dass der Hakenköder sich vom Futterteppich abhebt. Das schaffen wir zum einen damit, indem wir zum Beispiel beim Angeln mit Mais zusätzlich einen rot gefärbten Maiskorn auf den Haken ziehen. Dieser hebt sich dann deutlich ab. Rot gefärbten Mais erhältst du im Fachhandel. Eine weitere Möglichkeit ist es dem Haken Auftrieb zu verleihen. An einer Haartmontage mit Maiskörnern wird zwischen jedes Korn noch ein kleines Stück gelber Kunststoff aufgezogen. Ein Bleischrot am Vorfach bestimmt wie hoch der Köder dann über dem Grund schwimmen soll. Solch eine Montage ist im Übrigen auch bei schlammigen Grund sehr hilfreich.

Anködern der Partikel
Besonders wichtig hierbei ist, dass die Hakenspitze frei liegt, da beim Anschlagen der Haken sonst nicht sofort im Maul greifen kann. Am besten benutzt du einen kurzschenkligen Haken und ziehst je nach Größe 2-3 Partikel auf. Beim Hartmais durchstichst du die spitze Seite, die vorher am Maiskolben hing.
Größere Partikel wie Bohnen oder Kichererbsen solltest du gleich am Haar anbieten. Für große Karpfen kann man auch gleich ganze Hart-Maisketten von ca. 6 Körnern montieren.