Boilierezepte – Boilies selber machen

Boilies selber machen ist relativ einfach. Hier war die eigene Produktion sehr erfolgreich. © flickr / Tim Creque, cc by 2.0


Boilies können einfach selber hergestellt werden. Dazu werden nur einige Zutaten und ein Ofen benötigt. Wir zeigen worauf ihr achten müsst und wie es funktioniert.

Boilies selbst gemacht

Boilies selber machen ist relativ einfach. Hier war die eigene Produktion sehr erfolgreich. © flickr / Tim Creque, cc by 2.0

Was sind Boilies?

Boilies sind kleine, zähe bis harte Futterkugeln zum Karpfenangeln. Das Wort wurde vom englischen Wort (to) boil (=kochen) abgeleitet und ist ein Kunstwort. Boilies werden aus pflanzlichen und tierischen Mehlen, sowie Aromastoffen hergestellt. Sie lösen sich aufgrund der Zusammensetzung und dem Kochvorgang bei der Herstellung im Wasser kaum auf und können nur von Karpfen oder ähnlichen Fischen aufgenommen werden.

Welche Arten von Boilies gibt es?

Es gibt sehr viele verschiedene Boilies. Grundsätzlich können sie aber in zwei Gruppen eingeteilt werden. Zum einen in sinkende und in zum anderen in schwimmende Boilies. Sinkende Boilie liegen direkt auf dem Grund auf und können so beim Gründeln von den Fischen aufgenommen werden. Schwimmende Boilies sind hingegen sehr interessant, da sie am Haken direkt über dem Grund angeboten werden können und so zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugen. Zum zusätzlichen Anfüttern sind lediglich sinkende Boilies sinnvoll.

Wie werden Boilies montiert?

Diese Köder können nicht auf den Haken aufgespießt werden, da sie meist zu hart sind. Deshalb wird beim Angeln mit Boilies eine so genannte Haar-Montage verwendet. Eine zusätzliche Schnur wird dabei am Haken befestigt. In den Boilie wird dann ein Loch gebohrt durch dass die Schnur gefädelt wird. Damit der Köder nicht wieder abrutscht, gibt es spezielle Stopper.

 

Boilies selber rollen

Boilies können auch wunderbar selbst hergestellt werden. Dazu werden natürlich verschiedene Zutaten benötigt. Einige Beispielrezept findest du weiter unten. Zusätzlich wird noch ein Kochtopf und eventuell ein Boilieroller / Boiliebrett benötigt. Da es sich lohnt sehr viele gleichzeitig herzustellen, ist es sehr mühsam den Teig einzeln zu kleinen Kugeln zu formen. Deshalb gibt es extra Boilieroller.


Boilieroller

 
 

Nach dem Mixen der Zutaten sollte der Teig ca. 20 Minuten ziehen. Danach werden die Boilies gerollt und je nach Dicke bis zu fünf Minuten gekocht. Dazu werden sie in das kochende Wasser gegeben. Sie sind fertig, wenn sie oben schwimmen. Die Boilies müssen danach trocknen. Kleinere 2-3 Tage, größere 3-4 oder auch 5 Tage.

Die Mikrowelle als Heilsbringer für alle Selbermacher

Eine richtig gute Variante Boilies zuzubereiten ist das Grillen in der Mikrowelle. Das erstaunt vielleicht zunächst, da der Name ja von dem englischen (to) boil abgeleitet wird, ist aber auf den zweiten Blick um einiges bequemer und günstiger:

  1. Weiterhin muss der Boilieteig zubereitet und die Boilies gerollt werden.
  2. Damit die Boilies nicht verkleben ist es ratsam sie mit einer Panade zu versehen. Sehr gut klappt das mit Rösthanf.
  3. Nun werden die rohen Boilies in extra dicke Frischhalte-Beutel gelegt. Den Beutel nicht vollstopfen, sondern gerade so viele, dass wenn ihr den Beutel hinlegt alle Boiles Bodenkontakt haben. Dieser Beutel wird an der offenen Stelle nun verschweißt. Achte dabei auf richtige Schweißnähte. Und ganz wichtig: Die Beutel dürfen nicht zu dünn sein, da sie sonst platzen.
  4. Nun kommt die Tüte in die Mikrowelle. Hier ist es ratsam etwas auszuprobieren. Erst einmal vorsichtig mit 90 Sekunden bei 700Watt beginnen. Dann herausnehmen, abkühlen lassen, den Beutel umdrehen und noch einmal die gleiche Zeit. Reicht das nicht aus, kann die Leistung der Mikrowelle auch erhöht werden.
  5. Der Beutel bläht sich sehr auf, das ist nicht schlimm. Zudem bildet sich Kondenswasser im Beutel. Das ist alles richtig so. Nach dem Backen müssen die Boilies langsam (!) abkühlen und saugen sich dabei mit dem Wasser wieder voll und erhalten ihre alte Größe.
  6. So lange der Beutel dicht bleibt, können die Boilies nun monatelang gelagert werden – egal wo, ganz ohne Tiefkühltruhe.

Die Zubereitung mit der Mikrowelle bietet sehr viele Vorteile:

  • Kein Kochen mehr, kein Abwasch der Töpfe etc., kein Überkochen
  • Kein Flavour-Gestank mehr in der Wohnung
  • Flavour verdunstet nicht, sondern bleibt in der Tüte. Somit spart man einiges an Geld.
  • In dem Plastikbeutel trocknen die Boilies nicht aus oder verbrennen
  • Die Boilies sind damit monatelang haltbar. Kein Schimmel, Fäulnis oder Austrocknen. Sie müssen nicht eingefroren werden und können überall gelagert werden, ob warm oder kühl. Voraussetzung ist dafür, dass der Beutel dicht bleibt.

Boilierezepte zum selber machen

Hier sind einige Rezepte für sinkende Boilies:

1) Forellenmehl-Boilies
300 g gemahlene Forellen-Pellets
300 g Sojamehl
300 g Gries
2-3 Eier

2) Fischmehl-Boilies:
200gr. Fischmehl,
200 gr. Maismehl,
200 gr. Sojamehl und
400 gr. Grieß
3 Eier

3) Exotische Boilies:
350 g Grieß
100 g gemahlene Erdnüsse
100 g Kokosflocken
100 g Bananenmilch-Pulver
4 Tüten Vanillezucker
5 ml Öl
12 Eier

4) Hanf-Boilies: (mit Hanfmehl)
250 gr. Maismehl
250 gr. Sojamehl
100 gr. Hanfmehl
100 gr. Milchpulver
300 gr. Grieß
5-15 gr. Paprika, Zimt oder Knoblauch

Beispiel für Pop-Up (steigend) Boilies:

1) ALDI-Pop-Up-Boilies:
1/4 P. Hundefutterringe (ALDI)
mit 1 P. Vanille Butterextrakt (ALDI) übergießen,
2-3 Tage verschlossen ziehen lassen
200 gr. Casein
200 gr. Sojamehl
100 gr. Seidenraupenmehl
100 gr. Lactalbumin
1,5 TL Backpulver
Eier und Lockstoff
Boilies nach dem Kochen 15 Minuten in die Mikrowelle legen


One thought on “Boilierezepte – Boilies selber machen

  • MAS5. März 2017Antworten

    Hey
    Richtig gut
    Habemit allen Ködersorten gefangen. Von Rotauge bis Wels
    Top

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