Alles wichtige zum Winterangeln
Es ist mittlerweile bitterkalt in Deutschland. Schnee überdeckt das Land. Vom Angeln lassen
sich manche trotzdem nicht abhalten. Damit es auch bei diesen Wetterverhältnissen mit
dem Fang klappt, habe ich hier einige Tipps zusammengestellt:
Fangstellen:
Wo Eisflächen an Gewässern auffallend seltsam gebrochen sind, kann es sein, dass dort die
Wassertemperatur höher als im übrigen Gewässer ist. Auch wenn es sich nur um 1-2°C handelt,
kann es sich schon lohnen. Wie sonst auch sind außerdem Hindernisse wie Steinpackungen,
Äste oder Pflanzenkanten beliebte Orte für kleine Fische. Dort können sie sich vor den
Raubfischen verstecken. Und auf diese haben wir es im Winter ja oft abgesehen.
Möchten Sie gerne auf Friedfische angeln, kann es nützlich sein, zu beobachten wo andere
Angler bereits Futter eingeworfen bzw. auch geangelt haben. Das Futter wird im Winter nicht
vollständig von den Fischen aufgefressen und so bleiben sie lange am Platz.
Außerdem gute Fangstellen sind:
- Am Gewässer einfließendes Schmelzwasser. Also an großen Abflußrohren.
- An tiefen Stellen. Hier sollte der Grund und das Mittelwasser abgesucht werden.
- Im Wasser liegende Bäume und Äste.
Futter:
Die Nahrungsaufnahme der Fische ist im Winter rückläufig. Vor allem aber sind sie schneller satt.
Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass das Futter keine großen Stücke, sondern nur feines
Material beinhaltet. Die Futterplätze locken die Fische an und dort suchen sie dann nach größeren
Partikeln. Diese sollten der Köder sein.
Eine Hand voll Futter kann schon für mehrere Stunden reichen. Das Futter sollte sich im Wasser zu
einer attraktiven Futterwolke verbreiten. Wird in Flüssen geangelt, ist es ratsam noch etwas
Maulwurfserde oder Lehm zur Beschwerung dem Futter unterzumischen.
Feuchten Sie das Futter am Besten bereits zu Hause an. Es gibt von Sensas auch Futtermischungen,
die im Beutel bereits optimal angefeuchtet sind. Wenn also mal mehr Futter als gedacht benötigt
wird, muss am Wasser nicht erst noch gemischt werden. EXTRA-TIPP: Kurz vorm Füttern noch
Pinkis beimischen.
Beim Hakenköder gilt das Motto “Klein aber oho”. Folgende Köder sind optimal: Pinkis,
kleine Würmer, rote Zuckmückenlarven (aus dem Zoo-Fachgeschäft), Caster, Hanf, kleinen
Frolicstücken, Teig oder Brotflocke.
Raubfischtipp: Führen Sie Ihren Köder langsam durch das Wasser. Die Fische haben ihr System
runtergefahren und benötigen etwas Zeit um den Köder zu schnappen.
Allgemeine Tipps:
Halten Sie Ihre Köder warm. In einer Tasche aus Isomaterial oder in Wärmeboxen
umfuktionierte Kühlboxen. Zusätzlich können Taschenwärmer den Ködern beigelegt werden
um so die Wärme länger zu garantieren.
Aber nicht nur die Köder, sondern auch man selbst sollte sich warm halten. Ist einem nämlich
erstmal kalt, wird sich das auch nicht so schnell wieder ändern. Ein Stück Styroporplatte unter
den Füßen hilft schon wahre Wunder. Denn die Kälte kriecht zuerst in die Füße und dann in den
Körper. Die Platte sollte mit einem Band am Stuhl befestigt werden, da sie sehr leicht ist.
Der Kopf ist auch auf keinen Fall zu unterschätzen. 80% der Körperwärme geht über den Kopf
verloren. Eine ordentliche Mütze mit Schutz für die Ohren sollten Sie sich gönnen.
An den Händen friert man auch recht schnell. Beißen die Fische, ist es mühsam jedes Mal die
Handschuhe auszuziehen. Dafür gibt es im Handel entweder Handschuhe ohne Fingerkuppen,
oder welche bei denen man diese umklappen kann.
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