Steckrute oder Telerute: Welche ist die richtige Angelrute für mich?

Es gibt immer wieder die Diskussion ob nun die Steckrute oder die Telerute besser ist. Wir bringen etwas Licht ins Dunkel.

In den Anfangszeiten des Angelsports wurde fast ausschließlich mit Steckruten gefischt. Oftmals wurden sogar einteilige Ruten eingesetzt. Es dauerte ziemlich lange, bis mit Kohlefasermaterial die ersten Teleruten gefertigt werden konnten. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Immer mehr Angler haben die teleskopierbaren Ruten vorgezogen, weil der Komfort beim Transport sowie der Lagerung einfach größer ist. Mittlerweile haben sich die Vorzeichen aber geändert.

Wie Angler eine gute Steckrute erkennen

Eine ganze Zeit lang galten Steckruten als besonders hochwertig, weil die Steckverbindungen für ein hohes Maß an Stabilität sprechen. Die Hersteller von Angelgeräten ließen sich für diese Ruten gut bezahlen, weshalb umso mehr Angler auf die Teleruten umgestiegen sind. Doch inzwischen ist es zum Umdenken gekommen: Angler wünschen sich vor allem belastbare Ruten, weshalb die Steckrute wieder eindeutig im Trend liegt.

Im Grunde ist es zu einer regelrechten Trendwende gekommen. Die meisten Hersteller haben inzwischen sogar mehr Steckruten als teleskopierbare Modelle im Programm. Diese hat allerdings dazu geführt, dass die Qualitätsunterschiede zwischen den steckbaren Angelruten größer geworden sind. Angler sollte daher beim Auswählen gut aufpassen: Nicht jede Rute ist unbedingt ein guter Kauf.

Die Steckverbindungen sind zu prüfen

Hochwertige Ruten zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie über zuverlässige Steckverbindungen verfügen. Diese müssen sich beim Verbinden ideal zusammenfügen und dürfen dabei nicht wackeln bzw. Spiel aufweisen. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass Angler die Steckverbindungen regelmäßig prüfen und ggf. auch reinigen sollten. Denn Schmutz und Dreck können zu Kratzern führen, die letzten Endes gewisse Beschädigungen nach sich ziehen.

Was die Anzahl der Steckverbindungen betrifft, so kommt es vor allem auf die erforderliche Transportlänge an. Wer beispielsweise eine Reiserute sucht, wird um eine dreiteilige oder gar vierteilige Angelrute nicht herumkommen. Wer einen Kombi fährt und dementsprechend über Platz verfügt, dürfte sich auch mit einer zweiteiligen Angelrute anfreunden können. Generell gilt: Je weniger Steckverbindungen, desto besser bzw. durchgängiger die Aktion der Rute. Allerdings gibt es auch erstklassige Ruten, die über viele Steckverbindungen verfügen. Gerade beim Fliegenfischen sind derartige Ruten häufiger anzutreffen.

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Hochwertige Teleskopruten sind sehr belastbar

Die Teleskoprute hat trotzdem durchaus eine Daseinsberechtigung. Die Ruten sind nämlich längst nicht so schlecht wie ihr Ruf. Das Problem besteht darin, dass viele Angler den Unterschied in der Belastbarkeit maßgeblich überschätzen. Eine hochwertige Telerute kann so manche Steckrute problemlos ausstechen. Dementsprechend sollte man auch nicht gleich ablehnen, wenn einem im Angelladen mal eine solche Angelrute empfohlen wird. Womöglich würde sie gut zu einem passen.

Wie es um die Belastbarkeit einer teleskopierbaren Angelrute bestellt ist, hängt vor allem von den verwendeten Materialien sowie der Verarbeitungsqualität ab. Es ist ganz klar, dass man den billigen Ruten nicht allzu viel zutrauen sollte. Doch die Modelle der mittleren und oberen Preisklassen haben durchaus einiges zu bieten. Im Endeffekt kann das Rückgrat einer solchen Rute sehr akzeptabel sein und die Rutenaktion ebenso.

Eine Telerute eignet sich hervorragend zum Reisen

Außerdem geht es beim Angeln ohnehin nicht nur um die Belastbarkeit der Angelausrüstung. Die heutigen Angelgeräte gelten sowieso als sehr belastbar: Die meisten Angler fangen überhaupt keine derart großen Fische, die ihrer Angelausrüstung gefährlich werden könnten. Dementsprechend sollte man viel mehr über die Vorteile von Teleruten denken. Gerade der schnelle Aufbau sowie die Tatsache, die Montagen nicht entfernen zu müssen, sprechen für sich. Zwar können Angelmontagen auch bei Steckruten montiert bleiben, jedoch kommt es schneller vor, dass sich Angelschnur und Vorfach verheddern.

Es lohnt sich einfach, die eine oder andere Teleskoprute zu besitzen und mit ihr zu angeln. Der Hauptgrund ist natürlich der, die Angelrute sehr viel komfortabler transportieren zu können. Eingefahren nehmen die Ruten nur wenig Platz weg, weshalb sie nicht nur im Auto, sondern auch im Rucksack oder sogar im Fluggepäck sicher transportiert werden können. Wer sich auf der Suche nach einer Reiserute befindet, sollte über den Kauf einer Telerute nachdenken.

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