Mais als Angelköder

Mais als Angelköder

Beim Angeln mit Mais werden etliche Fehler gemacht. Viele Angler müssen lernen, diesen Köder gezielter einzusetzen, damit mehr Fische gut fangen.

Man kann mit hartem oder weichen Mais angeln

Erst einmal möchte ich den Mais grundsätzlich als Angelköder vorstellen.

Beschaffung von Mais

Hartmais bekommt man bei Getreidemühlen, in Raiffeisenmärkten, Refom- und Gemüseläden oder beim Bauern auf dem Feld (Fragen!!). Dosenmais gibt es in jedem Supermarkt, gefärbten und aromatisierten Angelmais und Popup-Mais unter anderem von Pescaviva, Mosella und anderen Herstellern in guten Angelgeschäften.

Aufbewahrung

Hartmais wird luftig, dunkel und vor allem trocken in Jutesäcken gelagert. Gemüse- und Angelmais können problemlos irgendwo im Keller oder Küchenschrank gelagert werden, solange die Dosen nicht angebrochen sind. Angebrochener Dosenmais und gequollener Hartmais sind länger als einen Tag nur noch tiefgefroren haltbar und müssen nach dem Auftauen verbraucht werden.

Aufbereiten

Mais lässt sich perfekt verbessern: Zusätz von Boilie- oder Lebensmittelfarben färben das Korn, Aromazusätze geben ihm jeden gewünschten Geruch/Geschmack. Mais lässt sich perfekt auf dem Haken mit Lebendködern kombinieren.

Zielfische

Weicher Gemüsemais aus der Dose ist ein Universalköder, den alle Friedfische von der Laube bis zum Karpfen lieben. Hartmais ist ein recht selektiver Köder, der vor allem größere Karpfen und Graskarpfen betört. Nach längeren Futteraktionen nehmen aber auch große Döbel, Schleien und Alande das harte Korn.

Anzeige

Mais als Angelköder besser einsetzen

Je nach Region sind die Vorlieben für Angelköder ein wenig verschieden, doch im Allgemeinen lässt sich sagen, dass Angelmais zweifelsfrei einer der mit Abstand beliebtesten Köder überhaupt ist. Bei den Naturködern gibt es zumeist den Ton an. Sehr viele Petrijünger bieten bewusst Mais am Angelhaken an, was gleich auf mehrere Gründe zurückzuführen ist. Allerdings hat dies nicht immer mit dem Fangerfolg zu tun, was genau genommen sehr unlogisch ist – schließlich geht es beim Angeln vor allem darum, Fische zu fangen.

Angelmais sollte auf jeden Fall niemals der einzige Köder sein, den man mit an das Gewässer nimmt. Mit Mais zu angeln bietet sich nämlich nicht immer an. Es wird kurzerhand Dosenmais verwendet, der am Ende die großen Fänge bringen soll. Doch häufig läuft es ganz anders: Die wirklich großen Fische beißen auf diesen Köder nur selten. Viele Angler sind sich nicht der Tatsache bewusst, dass es sich bei Angelmais um einen typischen Kompromissköder handelt, der in seiner Wirkung meist deutlich überschätzt wird. Andere Naturköder fangen deutlich besser und sollten daher auch bevorzugt am Angelhaken präsentiert werden.

Angelmais ist ein Kompromissköder

Warum? Weil es keinen Fisch gibt, der sich nur oder am besten mit Mais überlisten lässt. Andere Köder sind im Regelfall immer besser geeignet. Dies trifft besonders für das Angeln an großem Gewässer mit natürlichem Fischvorkommen zu. Dort kennen die Fische diesen Köder nicht – zumindest kommt er in ihrem natürlichen Nahrungsangebot nicht vor.

Nun werden einige Angler bestimmt sagen, dass sie mit Mais erstklassig fangen. Dies ist natürlich möglich, besonders an kleinen Gewässern, an sehr viele Angler auf diesen Köder setzen. Das Vorkommen dieses Köders ist dann wesentlich größer, weshalb die Fische daran gewöhnt sind. Allerdings ist dies eher die Ausnahme. Besonders an anspruchsvollen Angelgewässern lässt sich mit Mais kein großer Stich machen.

Man denke nur an das Forellenangeln. Wer hier Mais als Topköder empfiehlt, verfügt über wenig Erfahrung. Die Forelle (Regenbogenforelle und Bachforelle) ist nun einmal ein Raubfisch. Wer einen fleischhaltigen Köder anbietet, wird daher garantiert mehr Erfolg haben. Deshalb ist es grundsätzlich gut, beim Angeln mit Naturködern vorrangig auf Angelwurm oder Angelmade zu setzen. Auch Friedfische lassen sich mit Wurm und Made deutlich häufiger überlisten.

Besonders wenn es um den Fang größerer Fische geht, ist dies ein Argument. Mit Mais werden überwiegend Fische kleiner und mittlerer Größe gefangen. Große Fische haben oftmals erlebt, dass Mais ein gefährlicher Köder ist und ihren Artgenossen schon das Leben gekostet hat.

Die Vorteile von Mais beim Angeln

So gesehen bietet sich das Angeln mit Mais nur an, wenn keine anderen Köder in Frage kommen bzw. diese augenblicklich nicht zum Erfolg probieren. Dann gilt es zu experimentieren – und mit viel Glück kann es tatsächlich vorkommen, dass der Mais besser fängt.

Die eigentlichen Vorteile dieses Köders bestehen eher darin, dass er so günstig zu beschaffen ist. Man muss nicht extra ein Angelgeschäft aufsuchen. In jedem Supermarkt kann man Dosenmais günstig kaufen. Außerdem lässt er sich am Angelhaken gut befestigen und hält auch stärkere Würfe problemlos aus. Gerade deshalb ist dieser Köder wohl so gefragt.

Ob es sich lohnt, mit Vanillemais oder ähnlichen Produkten zu angeln, die in einigen Angelgeschäften angeboten werden, ist wieder ein anderes Thema. Ob die zusätzlichen Lockstoffe eine bessere Wirkung haben, lässt sich so nicht sagen. Diesbezüglich reichen die Meinungen vieler Angler weit auseinander.

Anzeige

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Anzeige