Raubfische mit dem Wobbler beim Spinnfischen überlisten

Raubfische mit dem Wobbler beim Spinnfischen überlisten

Der Wobbler gehört in den Angelkoffer eines jeden Spinnfischers. Nachdem schon so mancher Kunstköder versagte, hat der Wobbler seine Stärke bewiesen.

Viele Angler wissen gar nicht, vor welch langer Zeit einige Kunstköder bereits erfunden wurden. Dies gilt unter anderem für den Wobbler, die bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts gefischt wurden. Damals waren sie noch aus Holz gefertigt und nur wenige Leute konnten es sich leisten, dem Angelsport mit dem Einsatz solcher Köder nachzugehen.

Heutzutage sieht die Situation ganz anders aus. Eine Ausrüstung für das Spinnfischen ist schon für wenig Geld erhältlich. Die eigentlichen Köder sind ebenfalls günstig zu haben. Kein Wunder, dass sich viele Angler mit Wobblern eindecken. Dieser Köder übt nicht nur auf die Raubfische, sondern auch auf viele Petrijünger eine große Faszination aus.

Auch Wobbler gibt es in vielen verschiedenen Farben und Formen

Hinter dem Begriff Wobbler verbirgt sich nichts anderes als ein Köder, der beim Spinnfischen verwendet wird. Er ist ein Kunstköder, der einen Fisch darstellen soll. Deshalb bietet sich dieser meist sehr farbenfrohe Köder ideal zum Angeln auf Hecht oder Zander an.

Wurden die allerersten Wobbler noch aus Holz gefertigt, so werden alle neuen Modelle aus Kunststoff hergestellt. Kunststoff hat den Vorteil, dass er wesentlich härteren Belastungen ausgesetzt werden kann. Außer kann sich Kunststoff nicht mit Wasser aufsaugen und verfügt somit stets über einen gleich starken Auftrieb. Um den Raubfisch auch sicher zu haken, sind an einem Wobbler je nach Größe ein oder auch mehrere Drillingshaken befestigt.

Was die Modellvielfalt betrifft, so erstreckt sich diese über ein riesiges Spektrum. So gibt es zum Beispiel Wobbler, die mit Leuchtfarbe bemalt sind, andere wiederum sind mit kleinen Kugeln gefüllt, um beim Einsatz ein rasselndes Geräusch zu erzeugen.

Am vorderen Ende des Wobblers befindet sich die so genannte Schaufel. Je nach Modell ist die Schaufel fest fixiert oder im Winkel verstellbar. In Abhängigkeit vom eingestellten Winkel und der Einholgeschwindigkeit verändert sich das Schwimm- beziehungsweise Tauchverhalten. Je steiler der Winkel ist, desto tiefer wird der Kunstköder heruntergezogen, denn grundsätzlich haben Wobbler Auftrieb und schwimmen. Für gewöhnlich befindet sich über der Wobblerschaufel – am oberen Teil des Kopfes – ein Sprengring mit dessen Hilfe der Kunstköder an der Hauptschnur befestigt wird. Es sollte nicht vergessen werden, Wirbel und Stahlforfach vorzuschalten.

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Material

Holz und Kunststoff mit Lackverzierungen

Formen

Lang und dünn – bevorzugt von Zander genommen. Die dicken Brummer – von Hechten bevorzugt.

Wobbler zum Raubfischangeln

Eine Auswahl von verschiedenen Wobblern. © Paul Lahrmann

Variationen

Wobbler gibt es in vielen verschiedenen Farben und Formen. Außerdem auch mit Kugeln im Körper um den Reiz noch wirkungsvoller zu gestalten. Je klarer das Wasser, desto natürlicher die Farbe des Wobblers. Je trüber und tiefer, desto greller die Farben. Eine Musterlösung gibt es allerdings nicht.

Arten

Ein- und mehrteilige Körper. Die mehrteiligen sollen die echten Fische besser imitieren. Sie bestehen aus zwei oder drei Gliedern die untereinander mit Drahtringen verbunden sind. Sie haben im Wasser ein ruhigeres Laufverhalten als die Einteiligen.

Vorfach

Benutze beim Angeln mit dem Wobbler immer ein Stahlvorfach und binde niemals den Wobbler direkt an die Hauptschnur. Auf Wobbler beißen insbesondere

Tauchschaufel

  1. Flacher Winkel zwischen Schaufel und Körperachse des Köders: tieflaufend
  2. Steil angestellte Schaufel: flachlaufend
  3. Breite Schaufel: aggressives Laufverhalten
  4. Schmale Schaufel: gemächliches Laufverhalten
  5. Öse je weiter vorne, desto ruhiger das Spiel unter Wasser und niedriger die Tauchtiefe
  6. Öse je weiter hinten, desto ausgeprägter das Spiel unter Wasser und tiefer die Tauchtiefe
Schaufeln Wobbler

Die Schaufelgröße und -form entscheidet bei Wobblern über die Tauchtiefe. © Paul Lahrmann

Den Kunstköder Wobbler richtig führen

Eine der größten Fehler bei Wobblerangeln besteht darin, den Köder einfach auszuwerfen, ohne über sein Verhalten im Wasser Bescheid zu wissen. Jeden neuen Kunstköder, den man noch nie zuvor gefischt hat, sollte man erst einmal auf Sicht fischen. So lässt sich schnell herausfinden, wie sich der Köder verhält bzw. wie er auf einzelne Aktionen, die von der Rute oder der Rolle ausgehen, auch reagiert.

Letzten Endes kann die Köderführung auf ganz unterschiedlichem Wege erfolgen. Ratsam ist es, die Wobbler nicht einfach nur einzukurbeln. Gerade dieser Kunstköder kann äußerst abwechslungsreich geführt werden, weshalb man diese Möglichkeit auch nutzen sollte. Schon das einfache Einlegen von kurzen Stopps gilt als wirkungsvolle Maßnahme. Den Köder ein bis zwei Sekunden lang ruhen zu lassen und ihn dann wieder einzuholen, verleitet viele Räuber zum Biss.

Je nach Wobbler ist auch das Twitchen möglich. Das gezielte Schlagen mit der Rutenspitze in die Angelschnur versetzt den Kunstköder in ruckartige Bewegungen, sodass er beispielsweise seitlich ausbricht. Spezielle Twitchwobbler und Jerkbaits erlauben zum Teil ausgefallene Varianten der Köderführung, die aber dennoch schnell erlernt werden können. Am besten ist es, mal einem erfahrenen Spinnfischer über die Schulter zu blicken, um möglichst viele Tricks und Kniffe zu erlernen.

Kleine Wobbler zum Angeln

Mit diesen kleinen Wobblern können Barsche oder Forellen gefangen werden. © Paul Lahrmann

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