Anzeige
Startseite * Forellenangeln * Mit der Sbirolino Montage die Fische überlisten
Mit der Sbirolino Montage die Fische überlisten

Mit der Sbirolino Montage die Fische überlisten

28. Dezember 2019 | 0 Kommentare

Beim Angeln mit dem Sbirolino kommt es auf die Abstimmung der Angelmontage sowie die Einholgeschwindigkeit an. Viele Köder können präsentiert werden.

Wenn vom Sbirolino die Rede ist, schrecken viele Angler erst einmal zurück. Zwar haben sie entsprechendes Angelzubehör schön häufiger im Angelgeschäft gesehen, doch wie man es richtig einsetzt, wissen sie nicht. Allerdings sollte man sich diesbezüglich keine Sorgen machen. Diese Angelmethode ist im Grunde sehr einfach und bedarf keiner großen Erfahrung.

Am häufigsten trifft man an Forellenseen und Forellenteichen auf Angler, die entsprechende Angelmontagen einsetzen. Dies hat einen simplen Grund: Forellen sind nun einmal Raubfische – und präsentiert man ihnen einen Köder, der sich bewegt, kennen sie oftmals kein Halten mehr. Dies gilt besonders für eingesetzte Forellen, die im Vergleich zu natürlich aufgewachsenen Fischen längst nicht so scheu sind.

Das Angeln mit der Sbirolino Montage gestaltet sich ganz einfach

Das Grundprinzip, welchem man sich beim Angeln mit Sbirolinos bedient, ist ganz einfach. Es geht darum, einen Köder zu schleppen – nur mit dem Unterschied, dass man nicht vom Boot, sondern vom Ufer aus angelt. Die Schleppgeschwindigkeit wird durch die Angelrolle bestimmt – die Kunst besteht im Wesentlichen darin, eine ausreichende Wurfweite zu erzielen und den Angelköder in der gewünschten Tiefe zu halten.

Genau dieses Problem wird mit dem Sbirolino gelöst. Er dient als Wurfgewicht und hält gleichzeitig den Schleppköder auf der gewünschten Tiefe. Rein äußerlich sieht er wie eine Pose aus und wird auch ganz ähnlich montiert. Beim montieren wird die Angelschnur einfach durch den Körper geschoben. Wichtig dabei: Die Kugel bzw. das Gewicht befindet sich am unteren Ende, während das Röhrchen nach oben zeigt. Die Montage endet mit einem Wirbel an der Hauptschnur. In diesen wird dann noch der Vorfachhaken mitsamt Köder eingehängt.

Wie man die Sbirolino Montage aufbaut

Überzeugte Angler haben unterschiedliche Angelmontagen für diese Methode entwickelt. Allerdings sind sich die meisten Montagen sehr ähnlich. An dieser Stelle soll sozusagen die Grundmontage vorgestellt werden, mit der man als Anfänger sehr gut beraten ist und auch große Regenbogenforellen, Bachforellen und Saiblinge überlisten kann.

Der Aufbau einer solchen Sbirolino Montage ist ganz einfach: Die blanke Angelschnur wird von oben durch den Sbirolino Körper geschoben. Wichtig dabei: Der runde Teil bzw. die Kugel befindet sich unten, nach oben zeigt das Röhrchen. Monofile Angelschnur lässt sich im Regelfall problemlos durchschieben. Geflochtene Schnüre hängen unter Umständen ein wenig. Hier können Saugen oder das Arbeiten mit einer Nadel helfen. Anschließend wird eine Stopperperle auf die Schnur angezogen und dann folgt auch schon der Wirbel. Dieser ist immens wichtiger, damit sich die spätere Rotation des Köders nicht auf die Angelschnur überträgt, sonst könnte sich auf der Angelrolle ein starker Drall entwickeln.

Ob man einen Wirbel mit oder ohne Karabiner verwendet, ist Geschmackssache. Einige Angler binden ihre Vorfachhaken direkt an den Wirbel an, einige arbeiten vorzugsweise mit dem Karabiner. Beides ist im Endeffekt möglich. Die Angelhaken sollten gebundene Vorfachhaken mit einem möglichst langen Vorfach sein.

Wie die Ködertiefe eingestellt wird

Die Kunst beim Angeln mit Sbirolinos besteht im Wesentlichen darin, den Köder auf Tiefe zu bringen. Hierzu bieten sich zwei unterschiedliche Methoden an. Zum einen ist es möglich, die Angelschnur mit Blei zu beschweren. Angelblei (Spaltblei oder Knetblei) werden vorsichtig auf der Vorfachschnur angebracht. Je mehr Blei verwendet wird, desto tiefer wird der Köder angeboten. Allerdings sollte sich das Bleigewicht nicht zu nahe am Köder befinden. Ein Abstand von mindestens 70 Zentimetern ist ratsam.

Alternativ bietet es sich an, sinkende Sbirolinos einzusetzen. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen, die sogar auf unterschiedliche Sinktiefen eingestellt sind. Mit ihnen zu fischen bedarf zwar ein wenig mehr Erfahrung, aber dafür ist es um Komfort und Genauigkeit besser bestellt. Folglich schadet es nicht, entsprechendes Angelzubehör in breiter Auswahl zu kaufen, damit man am Angelgewässer ausreichend variieren kann.

Köder zum Sbirolino Angeln gibt es viele

Wie schon erwähnt wurde, ist diese Art des Angelns mit dem Schleppfischen zu vergleichen. Allerdings gelangen keine klassischen Schleppköder zum Einsatz. Diese wären viel zu schwer. Stattdessen greift man auf Naturköder zurück. Besonders Maden und Bienenmaden (Wachsmottenlarven) gelten als äußerst gefragt. Aber auch das Lachsei gilt mittlerweile als gefragter Angelköder. Mit einem Wurm klappt es ebenfalls. Aber auch Kunstköder stehen zur Auswahl. Besonders Forellenteig, der in bunten Farben erhältlich ist, hat es vielen Forellenanglern angetan.

Beim Anködern gilt es die Köder so am Angelhaken zu platzieren, dass sie möglichst stark in Bewegung geraten. Sie sollen beim Einholen rotieren, um einen Wirbel zu erzeugen und somit die Aufmerksamkeit der Fische auf sich ziehen. Deshalb ist übrigens der Wirbel / Karabiner auf der Montage so wichtig: Würde man darauf verzichten, könnte die Schnur zu viel Drall abbekommen. Forellenteig wird auf dem Haken zu einem Plättchen platt gedrückt. So kann er perfekt rotieren.

Sbirolino Angeln geht nicht an jedem Angelgewässer

Die zunehmende Verbreitung dieser Fangmethode ist natürlich auf die Tatsache zurückzuführen, dass sie so gut fängt. Wie schon erwähnt wurde, kann man an so manchem Forellensee oder Forellenteich gut damit angeln und die Raubfische überlisten. Dies gilt besonders für Besatzfische. Forellen (ganz egal ob Regenbogenforelle oder Bachforelle) können dem rotierenden Köder häufig nicht widerstehen und packen zu. Dementsprechend kann sich der Einsatz an einigen Forellengewässern richtig lohnen. Es wird natürlich vorausgesetzt, dass das Angeln auf diese Art und Weise gestattet ist.

Es kommt auf den Fischbesatz an

Allerdings gibt es Angler, die von dieser Methode enttäuscht sind, weil die Bisse ausgeblieben sind. Nun könnte man sagen, dass der Fehler bei den Anglern liegt, weil beispielsweise Montagen falsch umgesetzt oder die Köder nicht richtig geführt wurden. Jedoch kann das Problem auch ganz woanders liegen, nämlich am Angelgewässer.

Die Praxis macht sehr schön deutlich, dass es in erster Linie Gewässer mit starkem Besatz sind, an denen diese Angelmethode funktioniert. Je größer das Angelgewässer und dessen Bestand an natürlich aufgewachsenen Fischen ist, desto schlechter funktioniert die Methode. Wild aufgewachsene Forellen lassen sich vom bunt leuchtenden Forellenteig, der sich an einer Sbirolino Montage dreht, nicht so schnell zum Biss bewegen. Dementsprechend bringt an vielen solcher Gewässer auch nichts, ernsthaft mit dieser Methode zu angeln. Wer dort fangen möchte, muss Naturköder klassisch an der Pose oder auf Grund anbieten. Oder man greift zu Kunstködern, mit denen sich die größere Forellen überlisten lassen.

Anzeige

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Anzeige