Artikel aktualisiert am 28.12.2019

Zahlreiche Angler scheuen vor dem Angeln auf Wels zurück. Kein Wunder, denn der Waller ist ein Raubfisch, der dem Angler einiges abverlangen kann.

Der Wels ist ein Raubfisch, der vor allem durch seine Größe auffällt. Welse erreichen eine durchschnittliche Länge von ca. 1,30 bis 1,60 Meter. Es werden aber immer wieder Ausnahmefische gefangen, die eine Länge von mehr als 2 Meter erreichen. Der bisherige Rekordwels, der von einem Angler gefangen wurde, maß ganze 2,78 Meter und brachte 144 Kilogramm auf die Wage. Erstaunlich ist auch das Alter, das die Fische erreichen können: Ein Wels kan ein Alter von bis zu 50 Jahren erreichen.

Erkennungsmerkmale des Waller sind der flache Kopf mit einem breitem Maul sowie die daran befindlichen Barteln. Auffällig sind auch die ziemlich weit vorne sitzende Rückenflosse sowie die lange Afterflosse, die bis zu Schwanzflosse reicht.

Waller angeln

Das Angeln auf Wels ist bei weitem nicht so verbreitet wie das Angeln auf andere Raubfische. Wenn man sich unter Anglern umhört muss man meistens feststellen, dass nur wenige Fischer Erfahrungen mit dem Wallerangeln sammeln konnten. Woran das liegt ist schwer zu sagen – vermutlich daran, dass es sich hierbei um einen Fisch handelt, der nicht so einfach zu überlisten ist und zugleich einen schweren Gegner im Drill darstellt.

Des Weiteren gibt es auch einige Angler, denen es davor graut den Fisch per Wallergriff zu laden. Hierbei handelt es sich um einen Griff, bei welchem man dem Fisch in das Maul greift und an der Kieferleiste packt, um ihn dann an das Ufer zu ziehen – schließlich passt solch ein großer Fisch in keinen Kescher. Was den Wallergriff angeht, so ist es ratsam einen Handschuh zu tragen, denn somit können Verletzungen durch den Angelhaken vermieden werden.

Angelmethoden und Welsköder

Der Wels ist ein Raubfisch, der sich überwiegend am Grund aufhält. Aus diesem Grund setzen die meisten Wallerangler auf Grundmontagen. Als Köder dient fast immer der Köderfisch. Über dessen Größte ist man sich übrigens immer noch uneinig. Während einige Wallerangler der Meinung sind, kleine Köfis locken den Wels ebenso an, setzen einige Angler ausschließlich auf große Köderfische. So kann es durchaus vorkommen, dass auch mal ein Karpfen als Köderfisch dient. Weiterhin bieten sich auch Fischfetzen und vor allem aber Tauwurmbündel (Wurmbündel) als Köder auf Wels an.

Man muss nicht zwangsweise auf Grund angeln um Welse zu fangen. Einige Welsangler fischen auch mit der Pose – doch deren Anteil ist verhältnismäßig gering. Weiterhin kann man auch beim Spinnfischen Erfolg haben. Allerdings gilt es den Köder möglichst tief zu führen – was gerade Anfängern sehr schwer fällt. Beim Spinnfischen auf Wels greift man am besten zum Gummifisch, der mit einem schweren Bleikopf versehen wird.

Erforderliche Ausrüstung für das Welsangeln

Was die Angelausrüstung betrifft, so muss man beim Wallerangeln schweres Geschütz auffahren. Aufgrund seines Gewichts und seiner Kraft ist er ein schwerer Gegner, der leichtem Angelgerät stark zusetzen kann. Welsruten sind meistens nicht sehr lang, aber dafür hoch belastbar. Was die Rutenlänge betrifft, so sollte diese bei etwa 3 Metern, wobei ein Spektrum von 2,70 bis 3,60 Meter durchaus im Rahmen liegt.

Was die Rolle betrifft, so sollte diese über ein großes Schnurfassungsvermögen sowie eine fein justierbare Bremse verfügen. Aus diesem Grund greifen viele Welsangler auch gern zur Multirolle. Allerdings ist sie keine Pflicht, Welse lassen sich auch mit der Stationärrolle besiegen.

Besonderes Augenmerk sollte der Angelschnur gelten. Große Schnurdurchmesser sind wegen der erforderlichen Tragkraft unvermeidlich. Wer vom Ufer aus fischt, sollte wegen der Hängergefahr eine abriebfeste Schnur wählen. Geflochtene Schnur ist stets eine gute Wahl. Angelt man vom Boot aus, kann auch monofile Schnur in Betracht gezogen werden. Wer mit monofiler Schnur fischt, sollte auf mindestens 0,40er oder besser 0,50er Schnur setzen. Geflochtene Angelschnur darf natürlich dünner sein. Bei geflochtener Angelschnur gilt es eine Schnur mit hochwertigem Coating zu verwenden, damit sie am Grund nicht durchscheuert.

Wallerhaken

Wird der Köder von einem richtig großen Wels genommen, ist diese Gefahr nicht zu unterschätzen. Schwere Fische können auf den Haken einen enormen Druck ausüben. Unter Umständen biegt sich der Haken im Drill langsam aber sich auf. Sollte sich der Wallerhaken zu sehr aufbiegen, kann sich der Fisch womöglich befreien und geht dadurch verloren.
Aus diesem Grund sollte man als Welsangler kein Risiko eingehen. Es ist ratsam, bei den Angelhaken nicht zu sparen und bewusst Qualität zu kaufen. Viele Angler, die auf Waller angeln, werden ihre Haken aber selber binden. So haben sie den besten Einfluss auf das gewählte Material und die Knoten. Außerdem kann die Montage dann auf die individuellen Ideen des Anglers perfekt angepasst werden.

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