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Hecht Angeln – Ein Einstieg zu Fangplätze, Köder, Montagen und Wetter

Hecht Angeln – Ein Einstieg zu Fangplätze, Köder, Montagen und Wetter

28. Dezember 2019 | 0 Kommentare

Das Hecht Angeln ist besonders in kleineren Gewässern nicht schwer. Mit diesen Tipps lernst du mehr über Hecht Köder, Montagen, Fangplätze und das richtige Wetter.

Inhaltsverzeichnis

Das Angeln auf Hecht hat auf viele Angler eine große Faszination. Sie wollen unbedingt die kräftigen Räuber überlisten. Da sich der Hecht von anderen Fischen und kleinen Tieren ernährt, gibt es auch verschiedene Optionen ihn als Angler zu fangen. Es gibt aber auch einige Dinge zu beachten, da der Hecht auch nicht einfach auf jeden daherkommenden, schlecht angebotenen Köder beißt. Vielmehr ist er zwar neugierig, aber auch vorsichtig. Vor allem die größeren und erfahreneren Exemplare schauen sich die Beute genauer an und tasten sich an den Köder mit leichten Zupfern heran. Auch das Wetter und der Angelplatz haben einen bedeutenden Einfluss auf die Chance einen Hecht zu angeln. Besonders im Mai, direkt nach der Schonzeit stehen die Chancen aber sehr gut einen Hecht zu fangen.

Hechte Angeln: Die besten Fangplätze am Gewässer finden

Wo sich die Hechte in einem Angelgewässer aufhalten, hängt maßgeblich vom Gewässer ab. Grundsätzlich gilt: Je größer das Gewässer ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich die Raubfische auch im Freiwasser und weit draußen an Sandbänken und Hängen aufhalten. An kleineren Gewässern halten sich die Fische hingegen meist in der Ufernähe sowie an geeigneten Unterständen auf.

In großen Gewässern, wie zum Beispiel dem Plöner See, sollte man vom Boot aus mit Hilfe von einem Echolot angeln. Hier stehen die Hechte in größeren Tiefen und an Hängen, die man vom Ufer aus nicht erreichen kann. Das Echolot hilft einem dabei die Bodenstruktur und vielleicht auch den einen anderen Fisch zu entdecken. Deshalb kann ich nur empfehlen an solchen Gewässern zunächst auf einen Guide zurückzugreifen, um das Gewässer und ein paar Hot-Spots kennenzulernen.

In kleineren Gewässern kann man natürlich auch auf die Infos von anderen Anglern zurückgreifen, die Wahrscheinlichkeit ist aber auch ohne relativ hoch selbst einen Hecht zu fangen. Hier kann man auch gut vom Ufer aus den Räubern auflauern. Wie bereits gesagt, sind hier Schilfgürtel, umgefallene Bäume oder ins Wasser ragende Äste und andere Hindernisse super Plätze zum Angeln auf Hecht.

Eine passende Angelausrüstung

Als Rolle gelangt üblicherweise die Stationärrolle zum Einsatz. Beim Spinnfischen kann aber auch die Multirolle eingesetzt werden. Die meisten Angler setzen auf Ruten mit rund drei Metern Länge. Eine Hechtrute muss die Ausfluchten des Fisches gut abfedern können, sollte aber trotzdem noch einigermaßen starr sein, da der Raubfisch ein ganz ordentliches Gewicht auf die Waage bringen kann. Wegen der klaren Gewässer, werden bevorzugt transparente Schnüre eingesetzt. Beim Spinnfischen können wegen der besseren Köderführung auch farbige Schnüre eingesetzt werden.

Ein großer Kescher ist genauso wichtig, wie eine entsprechende Zange, um den Haken zu lösen und eine Maulsperre. Diese verhindert, dass der Hecht beim Lösen des Hakens plötzlich zuschnappt und dich an der Hand verletzt. Eine Abhakmatte kann ebenfalls von Vorteil sein.

Die besten Köder zum Angeln auf Hecht

Hechte mögen andere Fische und kleine Tiere. Sie sind neugierig und packen auch gerne einfach mal zu, trotzdem sind vor allem größere Exemplare auch vorsichtig. Am besten funktionieren wohl Kunstköder, aber auch echte Köderfische mögen die Hechte. Egal bei welchem Köder, ist es aber extrem wichtig immer ein entsprechendes Stahlvorfach für das Hecht angeln zu benutzen. Die Fische haben sehr scharfe Zähne und beißen normale Schnur einfach durch.

Bezüglich der Wahl der Köderfarben kann man sich an diese Faustregel halten: Bei klarem Wasser greift man eher zu gedeckten Farben, im trüben Wasser ist es hingegen empfehlenswert vor allem auf Kunstköder in hellen bzw. sehr auffälligen Farben zurückzugreifen.

Blinker: Der klassische Hechtköder

Unter den Spinnködern zum Angeln auf Hecht gibt es einen wirklichen Klassiker. Hierbei handelt es sich um den Blinker bzw. Löffelblinker. Leider wird er heutzutage nur noch vergleichsweise selten gefischt, was eigentlich schade ist. Denn er fängt außerordentlich gut – zumindest wenn es um Hecht geht. Viele Spinnfischer greifen auf diesen Köder vor allem deshalb nicht zurück, da es sich an den meisten Gewässern um einen reinen Hechtköder handelt. Zander oder andere Raubfische packen nicht zu.

Die Köderführung gestaltet sich vergleichsweise simpel. Der Köder wird mit gleichmäßiger Geschwindigkeit eingeholt. Wichtig hierbei: Die Geschwindigkeit muss stimmen, damit der Hechtköder im Wasser auch tatsächlich in Schwingung versetzt wird und durch das reflektierende Licht zu blinken beginnt. Einfach mal im Sichtbereich ausprobieren.

Hechtangeln mit Wobbler

Der Wobbler zählt zu den beliebtesten Ködern wenn es um das Angeln auf Hecht geht. Der Vorteil gegenüber dem Angeln mit Blinker besteht darin, dass der Wobbler tatsächlich wie ein Fisch bzw. Beutefisch aussieht und somit eine größere Lockwirkung erzielen kann. Außerdem existieren deutlich mehr Formen der Köderführung. Im Grunde gibt es nur einen Nachteil: Wobbler sind auf bestimmte Wassertiefen eingestellt. So lassen sich beispielsweise nicht alle Köder am Grund bzw. in beträchtlicher Tiefe fischen.

Bei der Köderführung ist wirklich alles möglich. Als besonders vielseitig gelten Jerkbaits und Twitchbaits. Sie erlauben eine extreme Köderführung, bei welcher der Kunstköder unter anderem seitlich ausbricht. Wichtig hierbei: Es muss gezielt mit der Rutenspitze gearbeitet werden.

Hechte mit dem Gummifisch überlisten

Auch Weichplastikköder kommen für das Hechtangeln in Frage. Hierbei ist es ratsam, auf den Gummifisch zurückzugreifen. Er wird zwar in erster Linie als Zanderköder betracht, weil man ihn tief bzw. am Grund fischt. Aber er kann auch höher geführt werden und überlistet daher den einen oder anderen großen Hecht.

Andere Weichplastikköder, wie zum Beispiel der Twister, können ebenfalls zum Erfolg führen. Allerdings beißen Hechte auf Twister eher selten. Spezielle Hechtköder, wie beispielsweise Frösche aus Weichplastik, können ebenfalls gefischt werden, bedürfen aber ein wenig Erfahrung bzw. einer gewissen Übung bei der Köderführung. Wer Abwechslung sucht, sollte sich ruhig einmal an diese Köder heranwagen.

Der Köderfisch als alternativer Hechtköder

Was Naturköder zum Hechtangeln betrifft, so ist die Auswahl nicht besonders groß. Nur relativ wenige Köder können in Betracht gezogen werden. Die Basis bildet jeweils der Köderfisch. Dieser wird von den meisten Anglern am Stück bzw. als ganzer Fisch angeboten. Er gilt als bestens geeignet, solange er mit akzeptablen Maßen aufwartet: Der als Angelköder dienende Fisch sollte weder zu groß, noch zu klein sein. Als gängig gelten Köderfische mit Maßen von ca. 5 bis 25 Zentimetern Länge.

Köderfische können auch weiterverarbeitet werden – und zwar zu Fischfetzen. Auch dieser Köder überlistet große Hechte regelmäßig. Besonders wenn ein Angelgewässer vergleichsweise stark befischt ist und die Raubfische deshalb vorsichtig sind, bietet es sich an, mit Fischfetzen zu angeln. Dieser Köder bietet ein enormes Gestaltungspotential, beispielsweise indem man eine Fischhälfte anbietet, man Filets aus den Köderfischen macht oder man beispielsweise nur die Fischhaut oder die Schwanzflosse als Hechtköder anbietet.

Montagen für das Hecht angeln

Für die Kunstköder brauchst du eigentlich keine aufwändige Montage. Hierbei kannst du einfach an deine Hauptschnur ein Stahlvorfach knoten. Die fertigen Vorfächer haben meistens auch schon Wirbel und einen Mini-Karabiner. In diesen hängst du dann immer wieder einen anderen Köder ein, bis einer erfolgreich ist.

Beim Köderfisch oder Fischfetzen sieht die Sache schon etwas anders aus. Hier ist es nötig, dass du dich für eine Angelmethode entscheidest. Entweder für das Angeln mit der Pose oder das Grundangeln. Wobei ich die Posenmontage aufgrund der aufregenden Bissanzeige bevorzugen würde. Außerdem kannst du hiermit dann auch deinen Köder knapp unter der Wasseroberfläche anbieten.

Wichtig bei der Pose ist vor allem die Tragkraft. Die Pose muss den Köderfisch sicher halten können. Zu hoch darf die Tragkraft allerdings auch nicht bemessen sein: Wenn der Hecht den Naturköder nimmt, sollte er möglichst keinen Widerstand spüren. Gerade wenn man mit Köderfischen oder Fischfetzen in unterschiedlichen Größen angelt, ist es ratsam, sich gleich zwei oder drei Hechtposen in unterschiedlichen Größen zu kaufen, damit man die Angelmontage immer entsprechend auf den Köder abstimmen kann.

An das Stahlvorfach wird ein Drilling montiert, den du dann durch den Rücken vom Köderfisch stichst. Die auf die richtige Wassertiefe eingestellte Pose, platzierst du dann an deinem ausgewählten Angelplatz. Sollte ein Fisch den Köder nehmen und die Pose etwas abziehen, solltest du nicht sofort anschlagen. Der Hecht braucht zunächst etwas Zeit den Köder für „gut“ zu befinden und dann so zu drehen, dass der Kopf zuerst in seinem Maul verschwindet. Wenn die Pose also ca. 10 Sekunden abgetaucht ist, kannst du die Rute nehmen und kräftig anschlagen.

Günstige Jahreszeiten für das Hechtangeln

Ein ganz wichtiger Punkt ist die Berücksichtigung der Jahreszeit. Grundsätzlich gilt: Im frühen Sommer bzw. nach der Schonzeit sind die Fische intensiv auf Nahrungssuche. Beim Angeln auf Hechte hat man es daher auch gar nicht so schwer: Fast überall lassen sich die Fische finden. Im Herbst verhält es sich nicht viel anders, weil die Fische immer noch stark auf Nahrungssuche sind. Doch sobald es kühl wird, ziehen sie sich in die geschützten Bereiche zurück. Diesen Punkt sollte man unbedingt beim Hechtangeln im Winter berücksichtigen: Nur an ruhigen bzw. geschützten Stellen, an denen die Hechte nicht mit der Strömung kämpfen müssen und an denen trotzdem viele Beutefische zu ergattern sind, lauern die Raubfische.

Hechte während Herbst und Winter fangen

Raubfischangler sprechen nicht umsonst vom goldenen Herbst. Einige Angler sagen auch, dass mit den Blättern die Rekorde fallen. Dies ist zweifelsfrei wahr: Die Fische (nicht nur Raubfische, sondern auch Friedfische) nutzen diese Jahreszeit um ordentlich zu fressen bzw. um eine Speckschicht zu entwickeln, von welcher sie im Winter und Frühjahr zehren können.

Besonders Raubfische wie Hecht und Zander gelten als äußerst hungrig. Im Grunde haben es Angler zu dieser Jahreszeit noch vergleichsweise leicht. Weil die Hechte so gierig sind, nehmen sie etliche Köder. An einigen Angelgewässern kann es allerdings vorkommen, dass sich die Raubfische auf ganz bestimmte Beutefische, wie beispielsweise die herangewachsene Brut, spezialisiert haben. In solchen Fällen müssen die Köder entsprechend angepasst sein. Kleine Wobbler oder Gummifische können zum Erfolg führen. An anderen Gewässern sind die Fische hingegen gieriger, sodass auch große Köderfische oder Wobbler genommen werden.

Was im Winter beim Hechtangeln wichtig ist

Im Winter sieht die Sache schon ganz anders aus. Dann sind die Hechte relativ träge. Im Gegensatz zu vielen anderen Fischen sind sie zwar immer noch aktiv, allerdings gehen sie mit ihrer Energie besonders vorsichtig um. Sie teilen sich die Energie ein, damit sie auch wirklich überleben können. Dementsprechend schwimmen sie kaum noch frei umher, sondern liegen gezielt auf der Lauer – wobei anzumerken ist, dass sie sich ganz bewusst in ruhigere Gewässerbereiche zurückziehen.

Dementsprechend gilt das winterliche Hechtangeln als besonders anspruchsvoll. An zahlreichen Stellen, an denen man im Sommer noch fängt, hat man in der kalten Jahreszeit keine Chance, weil sich die Fische dort überhaupt nicht aufhalten. Außerdem nehmen sie nur Köder an, die eine hohe Fangchance bieten. Gerade beim Angeln mit Kunstködern ist es daher wichtig, die Köder vergleichsweise langsam zu führen.

Noch ein Hinweis für diejenigen, die verbotener Weise Catch und Release betreiben: Im Winter sollte man keine Fische drillen und dann zurücksetzen. Der Drill kostet die Fische sehr viel Energie. Sofern ein Fisch nicht untermaßig bzw. geschont ist, muss er entnommen werden, weil das Zurücksetzen keinen Sinn ergibt. Das Risiko, dass die Raubfische sowie auch alle anderen Fische nicht überleben, zu hoch ist.

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