Mit dem Köderfisch auf Zander angeln – Anleitung für Montage

Mit dem Köderfisch auf Zander angeln – Anleitung für Montage

22. August 2021 | 0 Kommentare

Zander halten sich in erster Linie am Grund des Gewässers auf. Du kannst sie mit einem Köderfisch an der Posenmontage oder auf Grund fangen.
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Das Angeln mit Köderfisch auf Zander ist nicht schwer, jedoch muss man etwas filigraner und vorsichtiger Vorgehen als man vielleicht denkt.

Inhalt
Der passende Köderfisch
Mit der Posenmontage
Mit der Grundmontage

Ob Kanal, Fluss oder See, Zander stehen in erster Linie am Grund. Im Sommer kommen sie in den Abendstunden auch an das Ufer und in flachere Bereiche, um sich die Futterfische zu suchen. In lauen Sommernächten, in einer Tiefe von 3-5 Metern bist du im sicheren Zander-Bereich.

Deshalb kann man mit der Grund- oder Posenmontage angeln. Vielleicht auch an einer Rute auf Grund und mit einer anderen mit der Pose.

Der passende Köderfisch

Der Köderfisch für das Angeln auf Zander sollte auf jeden Fall schmal und nicht hochrückig sein. Zander haben einen relativ schmalen Schlund und mögen entsprechende Fischchen wie zum Beispiel Rotaugen, Lauben oder Grundeln.
Bei der Größe muss man etwas ausprobieren was an dem eigenen Gewässer funktioniert. Fange mit Fischen von 10-12cm an, dann kannst du schauen was passiert. Beißen eher kleinere Zander, kannst du auch mal 15-18cm große Köderfische ausprobieren. Beißen keine, nimm kleinere. In jedem Fall solltest du den Köderfisch an den Seiten mit dem Messer einschlitzen. Das bringt eine bessere Lockwirkung mit sich.

Größe nach Jahreszeiten

Du kannst auch versuchen, dich an den Jahreszeiten zu orientieren. Von Juni bis September kannst du mit Ködern zwischen 8-15cm probieren, also der Brut vom Vorjahr. Ab September bis Oktober sind dann die Brutfische von diesem Jahr an der Reihe, die dann ca. 5-7cm groß sind. Ab Oktober bis Ende November fressen sich die Zander Winterspeck an und schlagen bei Ködern mit 10-12cm zu.

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Weitere Tipps zum Köderfisch

Wenn du nicht genau weißt, wann die Zander beißen und an die Scharkante ziehen, solltest du beachten, dass tote Rotaugen im Wasser relativ schnell auslaugen. Deshalb solltest du sie nicht schlitzen, sondern schuppen. Damit bleibt die Lockwirkung länger erhalten. Wenn du dann die ersten Bisse bekommst, solltest du dir die Uhrzeit notieren und in Zukunft zu dieser Zeit mit geschlitzten Fischen angeln.

Was du auch immer an einer zweiten oder dritten Rute auslegen solltest, ist ein Fischfetzen (Filet vom Rotauge z.B.), den du am Einzelhaken präsentierst. An manchen Tagen mögen die Zander nur diese und die ganzen werden links liegen gelassen.

Mit Posenmontage und Köderfisch auf Zander

Ich finde das Angeln mit der Pose immer sehr spannend. Diese Momente, wenn sich die Pose bewegt, abzieht und untertaucht sind immer Adrenalin pur. Deshalb finde ich auch das Zanderangeln mit der Pose sehr gut. Du kannst damit den Köderfisch auch in anderen Gewässerschichten als dem Grund anbieten und bist so flexibel.

Manchmal lohnt es sich, besonders in Ufernähe, den Köder einen Meter über dem Grund anzubieten. Bei stärkeren Wind und/oder Strömung, solltest du aber auf die Grundmontage zurückgreifen.

Leichte Posen in Stillgewässern

In stillen oder sehr langsam fließenden Gewässern bietet sich also die Posenmontage an. In jedem Fall solltest du darauf achten immer sehr schlanke, feine Posen zu verwenden, die perfekt austariert im Wasser stehen und dem Zander keinen Wiederstand bieten. Wenn der Köder am Grund liegt, sollte nur die Posenspitze aus dem Wasser schauen. Schlanke Posen mit 3-5g Tragkraft sind perfekt. Zander sind nachtaktiv, deshalb sollten die Posen für Knicklichter bereit sein.

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Schnur, Haken und Montage

Als Hauptschnur eignet sich eine 0,28er monofile Hauptschnur. Ein 0,26er monofiles Vorfach mit einem 4er bis 8er Einzelhaken ist perfekt. Das Vorfach hakst du in eine Ködernadel und stichst diese dann in den „Nacken“ des Köderfischs ein. Die Nadel führst du dann bis zur Schwanzwurzel und dort an der Seite raus. Dann stichst du noch einmal durch die Schwanzwurzel und führst die Schnur mit durch. Was nämlich zu verhindern ist, ist dass der Köderfisch sich im Wasser krümmt und sehr unnatürlich im Wasser baumelt. Den Haken platzierst du so im Rücken, dass der Hakenschenkel zur Hälfte freiliegt. Alternativ kannst du den Haken auch im Maul des Köderfischs platzieren.

In jedem Fall ist es so, dass Zander ihre Beute mit dem Kopf voran fressen und der Haken deshalb auch im Kopfbereich montiert werden sollte.

Mit der Grundmontage auf Zander angeln

Auch beim Angeln auf Grund musst du dir bewusst sein, dass die Zander schon bei kleinen Wiederständen den Köder loslassen können. Ein schweres Grundblei ist also komplett fehl am Platz. In Frage kommen Tiroler Hölzl, Bodentaster, sinkende Sbirolino oder Stehauf-Bleie.

Welche dieser Lösungen dir am liebsten ist, musst du ausprobieren und selbst entscheiden. Ich finde die Lösung mit dem sinkenden Sbirolino eigentlich am besten. In den anderen Fällen haben die Gewichte immer Grundkontakt und somit potentiellen Wiederstand. Der Sbirolino schwebt hingegen über dem Grund, richtet sich ganz einfach zur Zugrichtung des Zanders aus und schwimmt einfach hinterher. Und auch auf schlammigen Untergrund, sinkt die Montage nicht ein.

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Vorfach, Haken und Montage

Das Vorfach sollte ca. 80cm lang sein und auch hier aus monofiler 0,26er Schnur sein. Du ziehst den 15 Gramm sinkenden Sbirolino auf die 0,28er monofile Hauptschnur auf, danach folgt eine Gummiperle und ein Karabinerwirbel. In diesen klippst du dann das Vorfach mit dem Köderfisch.

Als Haken kannst du wie gesagt einen 4er bis 8er Haken je nach Ködergröße wählen. Du kannst aber auch sehr gerne mal einen Haken in Größe 5/0 ausprobieren. Diesen musst du auf jeden Fall im Fischmaul platzieren. Wie schon beschrieben führst du die Ködernadel durch das Maul bis zur Schwanzwurzel, dort hinaus und zwei bis dreimal wieder durch die Schwanzwurzel.

Als Bissanzeiger solltest du nichts Schweres in die Schnur hängen. Es reicht eigentlich, wenn du ein Gummiband oberhalb der Rolle um den Rutenblank wickelst. Nach dem Auswerfen und Straffen der Schnur, öffnest du den Bügel und klemmst die Schnur knapp unter das Gummiband. Bei einem Biss flutscht die Schnur raus und der Fisch kann direkt Schnur von der Rolle nehmen.

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