Fliegen zum Angeln selber binden – so gelingt der Einstieg

Das Fliegenbinden kann man relativ schnell erlernen bzw. zumindest erste Fliegen selber binden. Gute Bindematerialien, Zubehör und Erfahrung sind wichtig.

Wie das Fliegenbinden funktioniert
Bitte nur hochwertiges Fliegenbindematerial benutzen
Den Fliegenbindestock bitte nicht zu teuer kaufen

Das Fliegenfischen zeichnet sich durch seine zahlreichen Facetten aus. Unter anderem auch dadurch, sich nicht nur am Gewässer mit dieser Form des Angelsports beschäftigen zu können. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, die Köder bzw. die so genannten Fliegen, selbst herstellen zu können. Besonders während der Wintermonate wird die Möglichkeit genutzt: Vergleichsweise viele Fliegenfischer nutzen die Wintermontage, um neue Fliegen zu binden. Es gibt sogar Angler, die das Fliegenbinden als eigenständiges Hobby betreiben oder dabei so sehr engagiert sind, dass sie selbst gebundene Fliegen verkaufen und damit ein wenig Geld verdienen.

Prinzipiell betrachtet, gestaltet sich das Binden von Ködern wie Trockenfliege, Nassfliege, Nymphe und Streamer gar nicht so schwierig. Dennoch bedarf es meist einiger Versuche, bis sich die Kunstköder wirklich sehen lassen können. Im Grunde handelt es sich hierbei um ein Handwerk, welches man geduldig erlernen muss. Hat man den Dreh erst einmal heraus, befindet man sich in der Lage, selbst Köder herzustellen. Dies hat durchaus seinen Reiz, immerhin profitiert man gleich von zwei Vorteilen. Da wäre zunächst einmal die Tatsache, dass man gegenüber dem Kauf im Angelladen bares Geld sparen kann. Zudem ist die Möglichkeit gegeben, die Köder selbst zu beeinflussen bzw. vollständig über deren Aussehen zu bestimmen, unter anderem weil man auch eigene Fliegenmuster entwickeln kann.

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Wie das Fliegenbinden funktioniert

Um Köder für das Fliegenfischen binden zu können, bedarf es einer Grundausstattung. Diese umfasst neben dem Bindestock und zusätzlichen Werkzeugen, wie beispielsweise Klammern, Fadenhaltern, Pinzetten, Pinseln etc. auch die eigentlichen Materialien. Die Auswahl an Produkten, die als Bindematerial herangezogen werden können, ist immens groß. Die meisten stammen aus dem Bereich der Jagd, beispielsweise indem Federn und Felle verarbeitet werden. Vermutlich ist verkörpert das Binden der Köder die engste Schnittstelle zur klassischen Jagd.

Der springende Punkt beim Fliegenbinden besteht darin, dass die Anschaffung einer solchen Ausrüstung nicht gerade billig ist. Gute Bindestöcke und Fliegenbindewerkzeuge haben ihren Preis. Dasselbe gilt für die einzelnen Materialien. Zwar gelten diese häufig als sehr ergiebig, doch um eine gewisse Grundausstattung aufzubauen, muss relativ viel Geld investiert werden. Deshalb gilt auch nur bedingt, dass man durch die Köderherstellung in Eigenregie tatsächlich Geld spart. Die meisten Fliegenbinder wären günstiger dran, wenn sie ihre Fliegen oder Nymphen im Angelgeschäft kaufen. Vielmehr die Freude am Hobby sowie die Möglichkeit, sich verwirklichen bzw. Köder selbst gestalteten zu können, sprechen für diese Beschäftigung.

Bindeanleitungen und Erfahrung sind wichtig

Gerade am Anfang hat man es nicht leicht, wenn schöne Köder gebunden werden sollen. Die Technik bereitet Neulingen gewisse Schwierigkeiten. Häufig wissen sie nicht, wie die einzelnen Materialien zu verwenden, anzulegen und zu verarbeiten sind. Im Allgemeinen gilt es daher als empfehlenswert, sich gut vorzubereiten.

Eine Vorbereitung kann auf unterschiedlichem Wege erfolgen. Mitunter am besten ist es, wenn man einen Kurs besucht. Zwar sind Fliegenbindekurse nicht unbedingt günstig, aber dafür gibt es eine Menge zu erlernen. Von den Kursleitern können sich die Teilnehmer eine Menge abschauen und somit lernen, wie man Fliegen vernünftig bindet. Sofern sich die Möglichkeit bietet, einen Kurs oder ein Seminar zu besuchen, sollte sie ruhig genutzt werden. Ansonsten ist es ratsam, zumindest anderen erfahrenen Fliegenbindern über die Schultern zu schauen, damit man eine Menge Wissen aufnimmt. Falls auch diese Möglichkeit nicht gegeben ist, greift man am besten auf Bücher zurück. Inzwischen findet man im Buchhandel erstklassige Fachliteratur, in denen das Binden von Angelfliegen gut erläutert wird.

Um die einzelnen Fliegenmuster korrekt umzusetzen, gilt es sich Bindeanleitungen zu beschaffen. Einzelne Anleitungen sind ebenfalls über Bücher zu finden. Allerdings kann auch das Internet in solch einem Fall gut weiterhelfen. Inzwischen finden sich im Web mehrere gute Seiten und Foren wieder, in denen schöne Anleitungen enthalten sind. Zum Teil sogar mit Fotos, die direkt vom Bindestock stammen, damit die Umsetzung der Muster mit Hilfe des Fliegenbindematerial leicht zu verstehen ist.

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Eine gute Bindeanleitung per Buch erwerben

Aus diesem Grund empfiehlt es sich, entsprechende Fachliteratur zu kaufen. Es gibt mehrere Bücher, in denen schön aufgezeigt wird, wie das Fliegenbinden funktioniert und welche Fliegenmuster existieren. Außerdem gibt es Bücher, die nichts anderes als Bindeanleitungen enthalten. Wer sich hier mit ein bis zwei Standardwerken eingedeckt, dürfte schon relativ gut ausgestattet sein, um hunderte von verschiedenen Ködern nachbinden zu können.

Außerdem ist Geduld eine wichtige Tugend. Am besten fängt man erst einmal mit den einfachen Fliegenmustern an und bindet diese mehrfach. Man wird schnell merken, wann die Fliegen besser werden. Sobald dies der Fall ist, kann man sich an komplexere Muster heranwagen.

Bitte nur hochwertiges Fliegenbindematerial verwenden

Als Fliegenfischer, der seine Fliegen selbst bindet, braucht man sich nichts vormachen: Das Fliegenbinden ist längst nicht so preiswert, wie häufig gesagt wird. Etliche Angler behaupten, dass sich das Binden vor allem aus finanziellen Gründen lohnt, weil man nicht so viel Geld im Angelladen für Trockenfliege, Nassfliege, Nymphe oder Streamer ausgeben muss. Dies ist natürlich nicht wahr: Die Bindeausstattung (Werkzeuge inklusive der Materialien) ist so kostspielig, dass man sich für mehrere Jahre mit Ködern eindecken kann.

Dennoch ist es natürlich schön, wenn Fliegenfischer ihre Köder selbst binden. Schließlich gibt es noch ganz andere Gründe, die für das Binden sprechen. Vor allem die Möglichkeit, Köder selbst gestalten und außerdem die Qualität selbst bestimmen zu können, sprechen für sich. Allerdings muss im selben Atemzug angemerkt werden, dass sich eine hohe Qualität nur erzielen lässt, wenn man die Bindetechnik perfekt beherrscht und außerdem auf hochwertige Bindematerialien zurückgreift.

Bei Einsteigern hapert es meist an beidem. Oftmals wird bewusst auf günstiges Fliegenbindematerial zurückgegriffen, weil die Werkzeuge so teuer sind. Ein guter Fliegenbindestock hat zweifelsfrei seinen Preis. Hinzu kommen viele weitere Werkzeuge, welche die Kosten nach oben treiben. Da kann es schon einmal vorkommen, dass am Bindematerial gespart wird.

Fliegenbindematerial nur in hoher Qualität verarbeiten

Im Grunde spielt es überhaupt keine Rolle, um welches einzelne Material es geht. Ob Federn, Fäden, Lack oder Kleber: Nur eine hohe Produktqualität stellt sicher, dass sich die Fliegen später am Gewässer optimal fischen lassen und zugleich eine lange Lebensdauer aufweisen. Deshalb sollte man von Beginn an auf Qualität setzen und lieber ein paar Euro mehr investieren.

Nun werden einige Angler sagen, dass eine solche Ausstattung teuer ist. Diesbezüglich ist anzumerken, dass es dann besser ist, weniger Materialien zu kaufen und sich somit im Hinblick auf die Fliegenmuster einzuschränken. Dann lassen sich zwar zunächst weniger Muster umsetzen, aber dafür stimmt das spätere Ergebnis. Außerdem kann man weitere Materialien immer noch nachkaufen

Händler gibt es inzwischen sehr viele

So mancher Einsteiger wird sich jetzt sicherlich die Frage stellen, wo er hochwertiges Fliegenbindematerial kaufen kann. Im Grunde ist dies die große Preisfrage, da viele Möglichkeiten bestehen. Es fängt damit an, dass es immer mehr Angelgeschäft gibt, in denen man Bindematerialien erwerben kann. Oftmals bekommt man zu hören, dass die Qualität besonders gut sei, obwohl die Verkäufer selbst gar keine Fliegen binden.

Ratsam ist es daher, sich bei erfahrenen Fliegenbindern zu erkundigen bzw. diese um Rat zu bitten. Es lohnt sich, Kontakt zu Experten herzustellen und sich dort auch Tipps zu den Bezugsquellen zu hole. Ein weiterer Tipp: Fachbücher kaufen und lesen. Darin stößt man nicht nur auf tolle Bindeanleitungen, sondern auch auf Tipps im Hinblick auf Händler, die Materialien verkaufen.

Im Allgemeinen ist es ratsam, gezielt im Internet zu suchen. Online-Angelshops bzw. spezialisierte Fliegenfischen Shops sind durchaus zu finden und gerade einige der namhaften Angelhändler können mit einer schönen Auswahl überzeugen. Natürlich lohnt es sich, die Preise der einzelnen Shops zu vergleichen. An erster Stelle sollten sie jedoch nicht stehen, da man qualitativ hochwertigen Materialien stets den Vorrang einräumen sollte.

Übrigens muss man auch gar nicht immer beim Händler kaufen. Über Vogelzüchter, Tierzüchter, Tierparks etc. ist es möglich, einzelne Materialien in relativ hoher Qualität zu beziehen. Falls die Abnahmemengen hoch bemessen sind, legt man am besten mit mehreren Fliegenfischern zusammen, um sich die Kosten zu teilen.

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Den Fliegenbindestock nicht zu teuer kaufen

Der Bindestock ist das wesentliche Werkzeug: Er wird zwingend benötigt, um die Fliege bzw. den Fliegenhaken sicher fixieren und daran arbeiten zu können. Hierbei handelt es sich um eine Aufgabe, die nicht zu unterschätzen ist: Ohne zuverlässige Fixierung tut man sich beim Binden relativ schwer. Daher ist es wichtig, sich auf das Werkzeug verlassen zu können. Außerdem spielen auch ergonomische Faktoren eine wichtige Rolle. Letzten Endes muss man sich in der Lage befinden, das Bindewerkzeug so einzustellen, dass komfortabel daran gearbeitet werden kann.

Genau betrachtet existieren sogar vergleichsweise hohe Anforderungen, die an einen guten Fliegenbindestock gestellt werden. Er muss vielseitig verstellbar sein. Ist er eingestellt, darf er seine Position nicht verändern, was viel leichter gesagt als getan ist. Wer schon einmal mit einem billigen Modell gearbeitet hat, wird sofort wissen, was gemeint ist. Aus diesem Grund raten Experten dazu, ausschließlich auf Qualität zu setzen.

Bindestöcke kaufen: Immer erst die Preise vergleichen

Doch Qualität hat ihren Preis. Teilweise ist es regelrecht erschreckend, welche hohen Preise von den Angelhändlern gefordert werden. Ein hochwertiger Fliegenbindestock, der beispielsweise aus deutscher Fertigung stammt, kann mehr als 300 Euro kosten. Selbst hochwertige ausländische Fabrikate sind nicht unbedingt günstiger. Folglich ist es umso empfehlenswerter, keine zu schnell Kaufentscheidung zu treffen: Es lohnt sich, den Markt gezielt zu durchleuchten.

Im Allgemeinen ist man als Fliegenfischer gut damit beraten, sich für einen Bindestock aus dem mittleren Preissegment zu setzen. Vom Einsatz der billigen Modelle ist eher abzuraten. Sofern man sich genau umsieht, wird es einem gelingen, Qualität zu einem guten Preis zu kaufen. Wichtig ist außerdem das Vergleichen der Preise: Wer beim richtigen Angelshop einkauft, spart unter Umständen richtig viel Geld.

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