Angeln mit dem Köderfisch

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Die natürlichste und auch sehr fängige Art Raubfische zu überlisten, ist das Angeln mit dem Köderfisch. Hier erfährst du alles zum Angeln mit dem Köderfisch.

Angeln mit dem Köderfisch ist erfolgreich

Inhaltsverzeichnis:

  1. Allgemeines

Köderfische nicht für jeden Fisch geeignet

Wenn wir hier vom Angeln mit Köderfischen reden, dann geht es vor allem darum Raubfische zu fangen. Jäger wie der Hecht oder aber auch der Zander fängt man sehr gut auf Köderfische, auch wenn die Kunstköder immer beliebter werden. Im Normalfall jagen die Räuber ihre Beutefische im lebenden Zustand. Das Angeln mit lebenden Köderfischen ist bei uns allerdings verboten, so dass man nur mit dem toten Köderfisch bei uns angeln darf. Dennoch hat man damit bei vielen Raubfischarten die wohl besten Chancen auf den kapitalen Fang.

Welche Größe sollte der Köderfisch haben?

Diese Frage lässt sich nicht grundsätzlich beantworten. Zuerst kommt es auf den Zielfisch an. Nach diesem sollte auch der Köder ausgelegt werden. Zander und Hecht können hier ähnliche Größen in ihr Maul bekommen, wobei zum Beispiel ein Wels wesentlich Größere Köderfische verspeisen kann. Des Weiteren sollte man auch einiges an Gewässer Kenntnisse mitbringen, denn auch dies ist für die Auswahl des Köderfisches wichtig.

Vor allem was die Art angeht. Gehen wir mal davon aus, wir angeln mit Rotaugen auf Zander und in diesem Gewässer gibt es gar keine Rotaugen. Diese haben wir im Fachhandel gekauft. Würde dies dann Sinn machen? Sicherlich nicht, denn Fische sind bei allem was sie nicht kennen zuerst mal äußerst vorsichtig. Deshalb sollte man in diesen Gewässern mit den Köderfischen arbeiten, welche es dort auch in freier Natur gibt. Alles andere macht keinen Sinn. Deshalb empfehlen wir auch die Köderfische immer vor Ort frisch zu fangen. Sei es mit der Köderfischangel oder aber auch mit einer Senke oder anderen Netzen.

Die Zielfische einer Köderfischmontage sind zum Beispiel Hecht, Barsch, Zander, Aal, Wels, Forelle.

Die fängisten Angelstellen sind im Sommer an flachen, im Winter an tiefen Gewässerteilen. Ein guter Anhaltspunkt sind springende Futterfische oder tauchende Wasservögel.

Das Gerät sollte nicht zu hart sein, damit der Fisch im Drill nicht verloren geht. Rutenlänge von 3,30m bis 3,90m mit einem Wurfgewicht von 80 – 120g sind optimal. Freilaufrollen in einer 60er Größe sind die pefekte Ergänzung – ob beim Grund- oder Posenangeln.

Posenmontage: Bevorzugt Durchlaufschwimmer. Tragkraft zwischen 15 – 35g, je nach Größe des Köderfisches. Stahlvorfach sollte 50-70cm lang sein

Grundmontage: Bodenblei (50-80g) + Feederboom + Vorfach von 70cm

Schnur: Monofile Schnur (0,35-0,40mm), wichtig ist eine gute Dehnung und eine hohe Abriebfestigkeit.

Köderfische: Weißfische und Meeresfische wie Makrelen und Heringe. Auf Makrelen und Heringe fahren Hechte richtig ab. Die Makrele durchschneiden und nur das Schwanzteil nutzen.

Zubehör Köderfischangeln Nützliches Zubehör für das Köderfischangeln: Ködernadeln, Senke, Aufbewahrungsbox und Drillings-Haken © Paul Lahrmann

Anköderung der Köderfischmontage

  1. Wird in stehenden Gewässern geangelt, sollte ein Rückenköderung bevorzugt werden. Der Fisch kann in allen Gewässertiefen natürlich waagerecht angeboten werden. Der Drillingshaken wird unter der Rückenflosse des Köderfisches eingestochen und mit einer Gummiperle für den Wurf gesichert.
  2. Eine universelle Anköderung ist die Lippenköderung. Hierbei wird ein Drillings oder Einzelhaken durch das komplette Maul des Köderfisches gestochen und ebenfalls mit einer Gummiperle gesichert. Er kann auf Grund oder auch mit der Pose angeboten werden. In stehenden Gewässern sollte der Köderfisch durch gelegentliches Zupfen am “Leben” erhalten werden.
  3. In Fließgewässern oder beim Schleppfischen wird der Köderfisch aufgezogen. Der Drilling wird auf Höhe der Rückenflosse eingestochen, das Vorfach in die Ködernadel geklinkt. Dann wird die Ködernadel neben dem Drilling in den Fisch gestochen und nach vorne aus dem Maul heraus geschoben. Auf Grund und mit Pose fischbar. Nach der Bisserkennung sofort anschlagen, damit der Hecht den Köderfisch nicht drehen kann.

Köderfische fangen mit der Senke

Eine Senke ist ein Drahtgestell mit vier Armen. An jeden Arm wird eine Ecke eines quadratischen Netzes gespannt. Am Kopf der Senke wird ein langes, kräftiges Seil befestigt. Auf Wunsch kann das Seil dann an einen sehr kräftigen 2-3m langen Teleskop-Stab gebunden werden. Senken werden am Besten an niedrigen Brücken, Spundwänden oder sehr gut begehbaren Ufern eingesetzt. Nach dem herablassen in das Wasser bietet es sich an etwas Futter in das Wasser zu streuen um kleine Fische anzulocken. Nach kurzer Zeit zieht man die Senke wieder hoch und nun sollten einige kleine Fische im Netz zappeln. Diese können danach bequem in einem Köderfischbehälter unter gebracht werden.

Mit der Stippe Köderfische fangen

Man kann Köderfische auch angeln. Am besten mit sehr feinem Gerät wie einer kleinen Stippe. Dort wird eine leichte Pose und ein feines Vorfach mit einer Made am Haken montiert. Auch hier kann mit etwas Futter angefüttert werden. Aber aufpassen, dass es nicht zu viel ist, da die kleinen Köderfische schnell satt sind und nur noch große Fische zu fangen sind.

Köderfische kaufen, nicht fangen

Es gibt ebenfalls die Möglichkeit Köderfische im Angelgeschäft zu kaufen. Dort kosten sie pro Stück etwa ein Euro. Je nach Größe.

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