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Köderfisch an Haken befestigt

Angeln mit dem Köderfisch: Passende Fische fangen und anködern

Die natürlichste und auch sehr fängige Art Raubfische wie Hecht, Zander oder Barsch zu überlisten, ist das Angeln mit dem Köderfisch. Er ist immer noch einer der besten Köder, um auf Grund oder mit der Pose den Räubern nachzustellen. Hier erfährst du alles zum Angeln mit dem Köderfisch.Inhaltsverzeichnis:

  1. Passende Köderfische
  2. Größe der Köderfische
  3. Anködern von Köderfischen
  4. Köderfische fangen
  5. Köderfische auf Vorrat
  6. Köderfische frisch halten
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Mit Köderfischen angelt man auf Raubfische

Wenn wir hier vom Angeln mit Köderfischen reden, dann geht es vor allem darum Raubfische zu fangen. Jäger wie Hecht, Zander, Barsch, Aal und Wels fängt man sehr gut auf Köderfische, auch wenn die Kunstköder immer beliebter werden. Im Normalfall jagen die Räuber ihre Beutefische im lebenden Zustand. Das Angeln mit lebenden Köderfischen ist bei uns allerdings verboten, so dass man nur mit dem toten Köderfisch bei uns angeln darf. Dennoch hat man damit bei vielen Raubfischarten die wohl besten Chancen auf den kapitalen Fang.

Welche Größe sollte der Köderfisch haben?

Diese Frage lässt sich nicht grundsätzlich beantworten. Zuerst kommt es auf den Zielfisch an. Nach diesem sollte auch der Köder ausgelegt werden. Zander und Hecht können hier ähnliche Größen in ihr Maul bekommen, wobei zum Beispiel ein Wels wesentlich Größere Köderfische verspeisen kann. Des Weiteren sollte man auch einiges an Gewässer Kenntnisse mitbringen, denn auch dies ist für die Auswahl des Köderfisches wichtig.

Vor allem was die Art angeht. Gehen wir mal davon aus, wir angeln mit Rotaugen auf Zander und in diesem Gewässer gibt es gar keine Rotaugen. Diese haben wir im Fachhandel gekauft. Würde dies dann Sinn machen? Sicherlich nicht, denn Fische sind bei allem was sie nicht kennen zuerst mal äußerst vorsichtig. Deshalb sollte man in diesen Gewässern mit den Köderfischen arbeiten, welche es dort auch in freier Natur gibt. Alles andere macht keinen Sinn. Deshalb empfehlen wir auch die Köderfische immer vor Ort frisch zu fangen. Sei es mit der Köderfischangel oder aber auch mit einer Senke oder anderen Netzen. Weißfische und Meeresfische wie Makrelen und Heringe können aber trotzdem auch erfolgreich sein. Auf Makrelen und Heringe fahren Hechte nämlich richtig ab. Die Makrele durchschneiden und nur das Schwanzteil nutzen.

Natürlich musst du auch darauf achten, dass Zander andere Mäuler als Hechte haben. Zum Zanderangeln solltest du keine hochrückigen (z.B. Brassen) Köderfische nehmen, da sie ein schmales Maul haben. Hechte hingegen stört das nicht.

Die richtige Angelstelle und Material zum Köderfischangeln

Seerosenfeld und Schilfkante

Perfekte Plätze für das Köderfischangeln. © eurotravel _ canva.com one design license

Die fängisten Angelstellen sind im Sommer an flachen, im Winter an tiefen Gewässerteilen. Aber vor allem solltest du beim Angeln auf Hecht, Aal, Barsch und Wels deine Köderfischmontage vor Hindernissen wie umgefallene Bäume, vor Schilfkanten oder Seerosenfeldern platzieren. Auch an abfallenden Kanten ist das Angeln aussichtsreich, vor allem auf Zander. In diesen Gebieten halten sich die Räuber auf und warten auf Futterfisch.

Das Gerät sollte nicht zu hart sein, damit der Fisch im Drill nicht verloren geht. Eine Rutenlänge von 3,30m bis 3,90m mit 100g Wurfgewicht ist passend. Du kannst mit Posen (Tragkraft ca. 15-35g) oder einer Grundmontage angeln. Für die Grundmontage bietet sich eine Durchlaufmontage mit Feederboom und 70cm Vorfach an. In jedem Fall solltest du beim Angeln auf Hecht ein Stahlvorfach benutzen. Der Hecht hat scharf Zähne und kann andere Schnur einfach durchbeißen.

So gelingt das Anködern vom Köderfisch

Es gibt mehrere Möglichkeiten den Köderfisch anzuködern. Welche Montage du benutzt hängt etwas davon ab auf welchen Fisch du angelst und welche Köderfischgröße du wählst.

  1. Wird in stehenden Gewässern geangelt, sollte eine Rückenköderung bevorzugt werden. Der Fisch kann in allen Gewässertiefen natürlich waagerecht angeboten werden. Der Drillingshaken wird unter der Rückenflosse des Köderfisches eingestochen und zum Beispiel mit einer Gummiperle für den Wurf gesichert. Vor allem für das Angeln auf Hecht sinnvol.
  2. Eine universelle Anköderung ist die Lippenköderung. Hierbei wird ein Drillings oder Einzelhaken durch das komplette Maul des Köderfisches gestochen und ebenfalls mit einer Gummiperle gesichert. Er kann auf Grund oder auch mit der Pose angeboten werden. In stehenden Gewässern sollte der Köderfisch durch gelegentliches Zupfen am „Leben“ erhalten werden. Diese Montage kommt beim Angeln auf Zander und Barsch zum Einsatz.
  3. In Fließgewässern oder beim Schleppfischen wird der Köderfisch aufgezogen. Der Drilling wird auf Höhe der Rückenflosse eingestochen, das Vorfach in die Ködernadel geklinkt. Dann wird die Ködernadel neben dem Drilling in den Fisch gestochen und nach vorne aus dem Maul heraus geschoben. Auf Grund und mit Pose fischbar. Nach der Bisserkennung sofort anschlagen, damit der Hecht den Köderfisch nicht drehen kann.

Köderfische fangen und aufbewahren

Köderfische im Eimer

Köderfische muss man sorgfältig behandeln und ausreichend mit Sauerstoff versorgen. © carcar797 _ canva.com one design license

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um an die Köderfische zu kommen, die du für deinen Angelansitz benötigst. Mit diesen drei Möglichkeiten klappt es garantiert.

Mit der Stippe Köderfische fangen

Gute Angler beschaffen sich die benötigten Köderfische innerhalb weniger Minuten. Hierzu empfiehlt es sich, mit der leichten Stippangel zu fischen. Vor allem an der Uferregion hat man gute Karten. Ein kleiner Ballen Futtermischung, der zum Anfüttern dient, beschleunigt die Sache ungemein. Aber aufpassen, dass es nicht zu viel ist, da die kleinen Köderfische schnell satt sind und dann nur noch größere Fische am Platz sind. Anschließend präsentiert man über dem Futterteppich den eigentlichen Köder. Kleine Maden bzw. typische Angelmaden sind ein guter Köder. Aber auch Brot, Teig oder ggf. sogar Mais können zum Erfolg verhelfen.

Was die eigentliche Angelmontage angeht, so muss kein großer Aufwand betrieben werden. Eine leichte Pose, ein Wirbel und ein entsprechender Vorfachhaken reichen bereits aus. Im Grunde muss man die Pose noch nicht einmal ausbleiben. Sobald man sieht, dass der Fisch den Köder nimmt, hebt man die Montage einfach aus dem Wasser. So werden die Fische ganz vorne am Maul gehakt und lassen sich ideal abhaken.

Köderfische fangen mit der Senke

Bei der Köderfischsenke (die von vielen Anglern auch gern als Köfi-Senke bezeichnet wird) handelt es sich um ein sehr praktisches Hilfsmittel zum Fang kleinerer Fische, wie zum Beispiel Rotaugen, Rotfedern oder Güster. Die Fische werden mit einfachen Ködern angelockt und sobald sie sich über der Senke befinden, wird diese aus dem Wasser gehievt, so dass die Fische im Netz landen.

Die Senke hat je nach Modell eine Grundfläche von etwa einem Quadratmeter. In Abhängigkeit von Modell und Hersteller wird die Fläche mit Hilfe von knickbaren oder auch ausziehbaren Kunststoff- oder Glasfaserstäben erzeugt. Oft besteht sie auch aus einem Drahtgestell mit vier Armen. Die Stäbe bilden einen Rahmen, an welchem ein Netz befestigt ist. An jeden Arm wird eine Ecke des Netzes gespannt.

Mittig über der Fläche, am Kopf der Senke, wird ein langes, kräftiges Seil an der Halterung befestigt. Auf Wunsch kann das Seil dann an einen sehr kräftigen 2-3m langen Teleskop-Stab gebunden werden. Senken werden am Besten an niedrigen Brücken, Spundwänden oder sehr gut begehbaren Ufern eingesetzt. Nach dem herablassen in das Wasser bietet es sich an, etwas Futter in das Wasser zu streuen um kleine Fische anzulocken. Nach kurzer Zeit zieht man die Senke wieder hoch und nun sollten einige kleine Fische im Netz zappeln. Diese können danach bequem in einem Köderfischbehälter unter gebracht werden.

Köderfische kaufen, nicht fangen

Es gibt ebenfalls die Möglichkeit Köderfische im Angelgeschäft zu kaufen. Dort kosten sie pro Stück etwa ein Euro. Je nach Größe. Wir empfehlen aber die Fische frisch in dem entsprechenden Gewässer zu fangen.

Köderfische einfrieren und für Vorrat sorgen

Wenn es am eigenen Angelgewässer nicht so gut läuft bzw. man nicht die Gewissheit hat, jedes Mal so schnell an Köderfische zu gelangen, bietet es sich an, die Naturköder auf Vorrat zu lagern. Man kann sie einfrieren und dann immer kurz vor dem Angeln auftauen. Diese Verfahrensweise funktioniert relativ gut, wobei jedoch anzumerken ist, dass man – sofern die Möglichkeit besteht – möglichst frisch gefangene Fische als Angelköder präsentieren sollte.

Stehen nicht so viele Fische zur Verfügung, ist es möglich, diese zu teilen. Der Fischfetzen ist ein Köder, dessen Wirkung oftmals unterschätzt wird. Gerade auf Zander gilt er als äußerst fängig, sofern man ihn in der richtigen Gewässertiefe präsentiert. Deswegen ist es auch sonst stets einen Versuch wert, Köderfische zu Fischfetzen zu verarbeiten oder sogar nur die Fischhaut als Köder zu präsentieren. Gute Fänge sind damit problemlos möglich.

So hältst du die Köderfische am Leben und im Eimer frisch

Wer mit frischen Köderfischen angeln möchte, braucht einen Köderfischeimer. Viele Eimer kann man schon sehr günstig im Angelshop kaufen.
Erfahrene Raubfischangler wissen nur zu gut, wie enorm wichtig es ist, beim Angeln mit Köderfischen auf das Thema Frische zu achten. Fangfrische Fische sind immer noch der beste Köder. Zwar ist es auch möglich, eingefrorene Köder mit an das Angelgewässer zu nehmen, doch wenn die kleinen Beutefische gerade erst gefangen wurden, sind sie einfach noch frisch und fangen daher am besten.

Tipp: Dieser Köderfischeimer eignet sich sehr gut!

Die meisten Angler haben natürlich keine Lust, die Fische immer im Bedarfsfall zu fangen. Deshalb angeln sie auf Vorrat: Gleich zu Beginn werden mehrere Köderfische gefangen. Weil diese nicht mehr im Setzkescher aufbewahrt werden dürfen, stellt sich natürlich schnell die Frage nach der optimalen Aufbewahrungsform. Man greift auf einen so genannten Köderfischeimer zurück.

Viele Eimer kommen in Frage

So mancher Neuling wird sich jetzt fragen, welche Art von Eimer am besten verwendet werden sollte. Doch im Grunde kann man diesbezüglich absolut nichts falsch machen. Am Ende muss es sich um einen wasserdichten Eimer handeln, der über einen stabilen Stand verfügt. So gut wie jeder Garteneimer kommt deshalb in Frage. Man kann sich auch einen Falteimer zulegen, um Platz zu sparen.

Eine Sauerstoffpumpe hilft

Allerdings klappt es mit dem Halten der kleinen Fische im Eimer nicht immer ganz so gut. Ein typisches Problem ist der Sauerstoffmangel, der vor allem bei höheren Temperaturen relativ schnell entstehen kann. Die Köderfische sterben im Eimer und sind dann längst nicht mehr so frisch. Aus diesem Grund nimmt so mancher Angler eine Köderfischpumpe mit an das Gewässer, damit eine ausreichende Sauerstoffversorgung der Fische sichergestellt ist.

 

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