Angelgewässer in Deutschland

19. August 2018 | 0 Kommentare

Hier findet Ihr eine Übersicht ausgewählter Angelgewässer in Deutschland sowie Informationen zu den einzelnen Gewässern. Angeln an Rhein, Ruhr und Elbe.

Spannende Angelgewässer in Deutschland

Inhaltsverzeichnis:

  1. Angeln am Rhein
  2. Angeln in der Ruhr
  3. Angeln in der Elbe
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Die meisten Angler fischen stets an denselben Gewässern. Doch mit der Zeit kann es langweilig werden, immer nur an denselben Gewässern aktiv zu sein. Deshalb ist es auf jeden Fall empfehlenswert, von Zeit zu Zeit auch mal an andere Angelgewässer zu fahren.

Allerdings ist das leichter gesagt als getan, denn zunächst einmal muss man wissen, an welchen Flüssen und Seen man überhaupt angeln darf. Des Weiteren kommt hinzu, dass das Angebot an Gewässern von Region zu Region ganz unterschiedlich ist. Während beispielsweise die Angler aus Nord- und Ostdeutschlands zahlreiche Angelreviere direkt vor der Haustüre liegen haben, müssen die Angler aus der südlichen Region teilweise lange Fahrten in Kauf nehmen, um neue Angelreviere kennen zu lernen.

Um für einen besseren Überblick zu sorgen, haben wir Gewässerinformationen zusammengetragen. Diese Seite ist nicht unbedingt ein Führer durch Deutschlands Angelgewässer. Aber ein paar vereinzelte, ausgewählte Gewässer sollen dennoch vorgestellt werden.

Angeln am Rhein

Dass viele Angler am Rhein angeln möchten ist nicht verwunderlich, schließlich hat der Fluss ein großes Einzugsgebiet. Hier findet Ihr Rhein-Informationen für Angler.

Mit einer Länge von 1320 Kilometern zählt der Rhein zu den größten Flüssen Europas. Gleichzeitig handelt es sich bei ihm um Europas am stärksten befahrene Wasserstraße. Er entspringt in den Alpen und mündet in die Nordsee. Des Weiteren ist anzumerken, dass er durch fünf Länder führt, nämlich durch die Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Deutschland und die Niederlande.

Der Rhein – ein beeindruckender Fluss

Aufgrund seiner Länge und dem damit verbundenen Einzugsgebiet gibt es natürlich unzählige Menschen, die am Rhein angeln gehen oder dort zumindest einmal angeln möchten. Für Angler ist der Rhein auf jeden Fall sehr interessant: Laut der Online Enzyklopädie Wikipedia, beherbergt der Rhein derzeit 63 Fischarten (Stand Juli 2007). Besonders hervorzuheben ist der Lachsbestand. Sowohl am Rhein als auch an dessen Nebenflüssen hat sich der Lachsbestand in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt.

Aufgrund des großen Artenvorkommens kommt eigentlich jeder Angler auf seine Kosten. Ganz egal ob man auf Friedfisch oder Raubfisch angeln möchte – im Prinzip ist alles möglich. Was die Friedfische angeht, so wird der Rhein vor allem von Brassen und Barben dominiert, bei den Raubfischen sind es Hecht und Zander.

Gastkarten / Erlaubniskarten

Ein äußerst langer Streckenabschnitt des Rheins führt durch Nordrhein-Westfahlen. Vor allem für „Rhein-Neulinge“ ist dieser Streckenabschnitt sehr interessant. Denn die Nordrhein-westfälische Rheinfischereigenossenschaft bietet einen so genannten Generalschein an, mit dem man am gesamten Streckenabschnitt, der durch NRW fließt, angeln kann. Dieser Generalschein hat eine Gültigkeit von einem Kalenderjahr und kostet gerade einmal 32 Euro. Diesen Schein kann man direkt vor Ort in Tabak- und Angelgeschäften erwerben. Der Generalschein gilt übrigens auch für einige Rheinarme – allerdings ist zu beachten, dass manche Rheinarme auch zu Vereinsgewässern zählen, für die eigene Erlaubniskarten erworben werden müssen.

Hinweise und Tipps

Aufgrund der Schifffahrt müssen Angler stets mit einem starken Wellengang rechnen. Beim Montieren der Angel gilt es den Wellengang zu berücksichtigen, denn nicht alle Angelmontagen können diesen „Erschütterungen“ standhalten. Zudem ist der Rhein sehr strömungsreich. Sowohl im Uferbereich, als auch am Untergrund herrschen stellenweise sehr starke Strömungen. Gerade Neulinge sollten sich deshalb Angelplätze suchen, an denen die Strömung nicht so stark ist, wie zum Beispiel an Buhnen.

Auf mehreren Angelseiten wird darüber berichtet, dass „Angeln am Rhein“oftmals bedeutet, dass man sich mit der Wollhandkrabbe herumplagen muss. Diese sind dafür bekannt, dass sie Grundanglern das Leben schwer machen, indem sie ihnen ständig die Köder vom Haken klauen. Als Angeltipp wird empfohlen, dem Köder etwas Auftrieb zu verleihen, damit er nicht direkt auf dem Bodengrund liegt sondern darüber schwebt und somit nur noch von den Fischen, aber nicht mehr von den Krabben aufgenommen werden kann.

Angeln an der Ruhr

Wer an der Ruhr angeln möchte, hat viele Möglichkeiten. Man muss sich nicht zwangsweise für das Grundangeln entscheiden. Gerade beim Fliegenfischen hat man gute Chancen.

Wenn es große Angelgewässer in Nordrhein-Westfahlen geht, dann denken die meisten Angler zunächst an den Rhein. Doch neben dem Rhein gibt es noch weitere, sehr interessante Fließgewässer. Wie zum Beispiel die Ruhr, einem 221 Kilometer langen Nebenfluss des Rheins. Das Einzugsgebiet der Ruhr umfasst mehr als 4.000 Quadratkilometer – und somit muss man sich nicht darüber wundern, dass der Fluss regelmäßig von zahlreichen Anglern aufgesucht wird. Weiterhin hat die Ruhr selbst zahlreiche Nebenflüsse, wie zum Beispiel Henne, Wenne, Möhne, Lenne, Volme, und den Baarbach.

Die Ruhr mündet bei Duisburg-Ruhrort in den Rhein. Der Gewässerabschnitt von Mühlheim an der Ruhr bis zur Mündung ist als Wasserstraße deklariert. Angler, die an diesem Streckenabschnitt beziehungsweise an geeigneten Angelstellen dieses Gewässerabschnitts angeln, müssen mit Schiffsverkehr rechnen.

Die Ruhr als Angelgewässer

Was das Fischvorkommen betrifft, so sind derzeit sind 28 Fischarten bekannt, die in den Ruhr angesiedelt sind. Im Oberlauf sind Bachforelle und Koppe zu finden, im Unterlauf Brasse, Döbel, Karpfen und Schleie. Dazwischen sind Äsche, Barbe, Hecht und Rotfeder zu finden. Fische wie Lachs, Maifisch, Meerneunauge und Stör bevölkern die Ruhr leider (noch) nicht – was in erster Linie auf die Verbauung zurück zu führen ist. Allerdings soll das geändert werden. Das Ruhrrauenkonzept sieht vor, dass in naher Zukunft an den entsprechenden Stellen Fischtreppen beziehungsweise Fischaufstiege errichtet werden.

Der – größtenteils durch Schiffe verursachte – Wellengang wurde bereits angesprochen. Ihn sowie die Strömung, die stellenweise stark sein kann, sollten Angler unbedingt berücksichtigen. Wer an der Ruhr angeln möchte und dabei erfolgreich sein will, der muss auf strömungssichere Angelmontagen setzen. Für die meisten Angler aus dem Ruhrgebiet beziehungsweise für Angler, die öfters an Flüssen mit starker Strömung und Wellengang fischen, ist das selbstverständlich – jedoch gibt es zahlreiche Angler, die mit diesen Begebenheiten nicht immer gleich klarkommen.

Was die Angelmethoden betrifft, so können zahlreiche Methoden und Montagen beim Angeln an der Ruhr in Betracht gezogen werden. Man muss nicht zwangsweise auf Grund angeln oder zur Stipprute greifen – das Spinnfischen bietet sich ebenfalls an. Vor allem beim Fliegenfischen sind die Erfolgsaussichten relativ groß. Der Oberlauf, in welchem Bachforellen, Regenbogenforellen und Äschen zu finden sind, ist bei Fliegenfischern sehr beliebt. Es gibt gleich mehrer Angelreviere, wie zum Beispiel bei den Gemeinden Bestwig, Arnsberg und Meschede, die erstklassige Streckenabschnitte umfassen und wo man beim Angeln mit der Fliegenrute / beim Fliegenfischen große Salmoniden überlisten kann.

Erlaubnisscheine beziehungsweise Gastkarten und Tageskarten können vor allem in Angelgeschäften vor Ort erworben werden. In manchen Gemeinden kann man die Tageskarten sogar an der Touristeninformation kaufen.

Angeln in der Elbe

Die Fischbestände der Elbe haben wieder zugenommen. Wer an der Elbe angeln möchte, sollte nicht zögern. Vor allem das Angeln auf Raubfische wie Hecht und Zander ist sehr aussichtsreich.

Mit einer Länge von 1091 Kilometern zählt die Elbe zu den längsten Flüssen Europas. Sie entspringt in Tschechien und mündet bei Cuxhaven in die Nordsee. Aufgrund der Mündung in das Meer wird sie auch als Strom bezeichnet.

Einst galt die Elbe als äußerst verschmutzt – ein Umstand, der vor allem der Industrialisierung zuzuschreiben ist. Doch seit den 90er Jahren nimmt die Wasserqualität wieder zu. Inzwischen werden rund 45 Fischarten gezählt. Vor allem Raubfischangler kommen auf ihre Kosten, denn in der Elbe werden sehr viele Hechte und Zander gezählt.

Im Bezug auf die Wasserqualität soll abschließend erwähnt werden, dass die größten Verschmutzungen von Tschechien ausgehen – und teilweise auch noch heutzutage im größeren Rahmen auftreten. So musste beispielsweise im Jahr 2005 eine Warnung ausgesprochen werden, die die Entnahme vom Fischen an der Elbe verbot, weil es in Tschechien zu einem Chemieunfall kam.

Gewässerinformationen zur Elbe

Wie es für einen Strom typisch ist, wird er aktiv von Schiffen befahren. Für Angler bedeutet das, dass sie mit einem erhöhten Wellengang rechnen müssen, der durch die Schifffahrt verursacht wird. Das stellt zwar kein Problem dar, aber die Angelmontagen müssen der Situation auf jeden Fall angepasst werden. Des Weiteren ist auch die Strömung zu beachten, die teilweise sehr stark ist, weil die Elbe an vielen Stellen für die durchfahrenden Schiffe begradigt und vertieft wurde.

Das mag sich alles vielleicht ernüchternd anhören, aber dennoch spricht vor allem der große Fischbestand für das Angeln an der Elbe. Die meisten Angler beurteilen die Elbe mit sehr gut und räumen auch Neulingen, die nur wenig oder keine Erfahrung mit dem Angeln an Flüssen haben, gute Erfolgsaussichten ein. Im Endeffekt kommt es nur darauf an, dass man über ausreichendes Angelwissen, Erfahrung und die richtige Angelausrüstung verfügt.

Was die Angelmethoden betrifft, so entscheiden sich die meisten Elbangler für das Grundangeln. Mit der Pose hat man es aufgrund des Wellengangs nicht ganz so einfach. Wer auf Raubfische aus ist, der sollte sich für die Spinnrute entscheiden. Die Erfolgsaussichten für das Spinnfischen sind sehr gut.

Im Bezug auf die Angelerlaubnis bleibt zu sagen, dass es noch ein paar Teilstrecken beziehungsweise Flussabschnitte gibt, an denen der Angelschein zur Berechtigung beziehungsweise zur Ausübung des Angelsports ausreichend ist. An den meisten Teilstrecken müssen jedoch Erlaubniskarten / Tageskarten erworben werden. Diese erwirbt man am besten direkt vor Ort. Wer beispielsweise im Urlaub an der Elbe angeln möchte, der sollte sich im Vorfeld mit regionalen Angelgeschäften in Verbindung setzen und erfragen, wo er Erlaubniskarten erwerben kann.

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