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Angelrollen an Angeln

Die verschiedenen Angelrollen im Vergleich

19. August 2018

Es gibt viele Angelrollen auf dem Markt. Wir erklären was die verschiedenen Modelle ausmacht und was du beim Kauf einer Angelrolle beachten musst.

Angelrollen in der Übersicht

Inhaltsverzeichnis:

  1. Stationärrollen / Freilaufrollen
  2. Baitcastrollen
  3. Multirollen
  4. Rollentaschen
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Es ist wirklich erstaunlich, wie sehr die Preise für Angelgeräte in den letzten Jahren gefallen sind. Wollte man sich früher eine gute Stationärrolle kaufen, musste man noch einen stattlichen Geldbetrag im Angelladen auf den Tisch legen. Heutzutage sieht die Situation ein wenig anders aus. Die Preisregion ist deutlich größer geworden. Auf der einen Seite mag es zwar Angelprodukte geben, die teurer nicht sein könnten, doch auf der anderen Seite ist es ebenso möglich, schon für wenig Geld relativ hochwertige Geräte zu erwerben.

Dies trifft besonders für Angelrollen zu. Schon ab Preisen von ca. 25 bis 35 Euro ist es möglich, erstklassige Rollen zu erwerben. Bereits seit längerer Zeit ist es möglich, Stationärrollen für wenig Geld zu kaufen. Die Preise sind deutlich in den Keller gegangen, teilweise sind Rollen schon für weniger als 10 Euro zu haben. Jedoch sollte man beim Kauf auf einen gewissen Qualitätsstandard setzen, um auch länger etwas von der Rolle zu haben.

Tipp: Aufspulen von Angelschnur ohne Drall

 So findest du die passende, qualitativ hochwertige Rolle

Es lohnt sich immer, die Testergebnisse von Angelzeitschriften und Onlineplattformen zu studieren. Hier werden regelmäßig Angelrollen getestet und man kann, zumindest bei den professionellen Zeitschriften, relativ sicher sein, dass die Ergebnisse auch zutreffen. In Angelblogs und Angelforen stößt man mittlerweile auf eine breite Auswahl an Beiträgen und Berichten. Sofern Angelrollen, für die man sich interessiert, schon seit einer Weile verfügbar sind, wird man mit Sicherheit auf Erfahrungsberichte und Testberichte bzw. persönliche Meinungen und Testergebnisse anderer Angler stoßen.

Es lohnt sich natürlich auch immer in einem Angelgeschäft vorbeizuschauen und sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen. Hier ist meist geschultes Personal vor Ort und kann dich außerdem gut beraten.

Stationärrollen richtig auswählen und kaufen

Stationärrollen an Angeln montiert

Stationärrolle Angeln © KenCanning _ Canva.com one design license

Gerade bei der Stationärrolle ist Qualität schon zum niedrigen Preis erhältlich. Dennoch ist es wichtig, die Preise der Angelhändler genau zu vergleichen.

Bei der Anschaffung neuer Angelrollen müssen die meisten Angler gar nicht erst lange überlegen. In so gut wie allen Fällen steht fest, dass eine neue Stationärrolle angeschafft werden soll. Andere Rollen wie Multirollen und Fliegenrollen werden nur vergleichsweise selten gekauft. Gerade in Deutschland wird fast überwiegend mit stationären Rollen gefischt und nur ganz wenige Angler machen Ausnahmen.

Genau genommen ist dies auch gut nachzuvollziehen. Denn heutzutage hat der Angelmarkt gerade in diesem Bereich eine ganze Menge zu bieten. Die modernen Stationärrollen gelten als leistungsstark. Bereits im mittleren Preissegment wird ein hohes Maß an Qualität geboten, sodass man mit einem Kauf auch nicht viel falsch machen kann. Lediglich bei den besonders günstigen bzw. den regelrecht billigen Rollen sollte man gut aufpassen. Bei einem Preis von unter 20 Euro sollte man nicht allzu viel erwarten. Generell ist es ratsam, Angelgeräte (Rollen und auch Ruten) in diesem Preissegment besser zu meiden. Lieber bezahlt man ein paar Euro mehr, damit man auch eine entsprechende Qualität erhält.

Wo die Schwachstellen der billigen Angelrollen liegen

Im Grunde gibt es eine ganze Reihe an Schwachstellen, die man kennen sollte. Hierzu zählen beispielsweise die Schnurfangbügel: Bei billigen Rollen sind die Bügel nicht ordentlich befestigt und außerdem biegsam. Von einer ordentlichen Auswuchtung wollen wir besser gar nicht erst reden. Auch beim Schnurlaufröllchen werden manchmal billige Materialien verwendet, sodass sich die Angelschnur (vor allem geflochtene Schnur) schnell durchfressen kann. Sind erst einmal Risse und scharfe Kanten entstanden, ist die Stationärrolle schon nicht mehr zu gebrauchen. Die Schnur würde stark beschädigt werden.

Ein ganz wichtiger Punkt ist das Bremssystem. Die Bremse einer Angelrolle muss ruckfrei anlaufen und zugleich präzise einzustellen sein. Teilweise werden diese Eigenschaften sogar anfänglich erfüllt. Doch meist dauert es nicht lange, bis die Bremsen verschlissen sind und man mit einer solchen Angelrolle nicht mehr viel anfangen kann. Folglich ist es umso wichtiger, auf Markenqualität zu setzen, wenn man sich neue Angelrollen kaufen möchte. Ob Freilaufrolle, Karpfenrolle oder Spinnrolle, ist dabei egal: Die Qualität muss überzeugen.

Zum Abschluss noch ein wichtiger Hinweis. So manche Stationärrolle wird vom Hersteller zusammen mit einer Ersatzspule verkauft. Es gibt jedoch Händler, welche die E-Spule entfernen bzw. diese separat zu kaufen. Gerade bei Onlineshops sollte man gut aufpassen. Die Ersatzspulen gehören nicht immer zum Lieferumfang, wodurch die Rollenpreise verwässert werden.

Freilaufrollen als Alternative für Karpfenangler

Freilaufrollen sind Stationärrollen mit eingebauter Freilauffunktion. Der Vorteil ist dabei, dass z.B. ein Karpfen bei eingeschalteten Freilauf und geschlossenem Bügel ohne Widerstand die Schnur von der Rolle nehmen kann. Der Freilauf wird entweder über einen kleinen Schalter am Heck der Rolle ein- und ausgeschaltet oder ist bereits komplett in die Spule integriert (Instant Drag System).

Bis vor einigen Jahren war die Auswahl an Angelrollen, die über einen integrierten Freilauf verfügen, nicht besonders groß bemessen. Um genau zu sein, war die Auswahl sehr bescheiden. Viele Hersteller von Angelgeräten hatten lediglich ein bis zwei Modelle im Sortiment.

Erst als sich das Karpfenangeln einer immer größer werdenden Beliebtheit erfreute und somit für zunehmend mehr Angler feststand, eine Freilaufrolle besitzen zu müssen, hat sich dies geändert. Mittlerweile kann man auf eine besonders breit gefächerte Auswahl an entsprechend ausgestatteten Stationärrollen blicken.

Warum die Baitcastrolle es wert ist, gefischt zu werden

Baitcastrolle an Angel

Baitcastrolle © amnarj2006 _ canva.com one design license

Vor der Baitcastrolle schrecken viele Angler zurück. Doch der erfahrene Spinnfischer weiß genau, dass diese Angelrolle eine Menge zu bieten hat.

Bisher nutzen die meisten Spinnfischer einfache Stationärrollen. Getreu dem Motto: “Was der Bauer nicht, kennt, frisst er nicht“ bleiben viele Angler auf sicherem Abstand, was im Grunde sehr schade ist. Denn viele erfahrene Spinnangler wissen genau, dass diese Angelrollen über eine Daseinsberechtigung verfügen.

Es lohnt sich wirklich, einmal eine Baitcastrolle zu montieren und mit dieser zu fischen. Allerdings sei gleich an dieser Stelle auf die Tatsache verwiesen, dass in solch einem Fall auch die passende Spinnrute, nämlich eine so genannte Baitcastrute benötigt wird. Die richtig guten Angelruten, die von namhaften Herstellern stammen, sind deshalb in zwei Ausführungen, nämlich als Spinnruten und als Baitcastruten erhältlich.

Für den Einsatz dieser Angelrollen spricht vor allem der hohe Komfort beim Fischen. Schon das Auswerfen der Kunstköder bereitet eine Menge Freude. Die Baitcastrolle lässt sich mit einer Hand besser bedienen, weshalb das Werfen einfach mehr Freude bereitet. Außerdem ist gilt es als besonders komfortabel. Vor allem wenn es darum geht Unterhandwürfe zu machen (beim Angeln vom Angelboot aus, bleibt einem oftmals keine Alternative zum Unterhandwurf), wird man den Komfort einer entsprechenden Angelrolle zu schätzen wissen.

Multirollen für das Meeresangeln

Multirolle zum Angeln auf Boot

Multirolle Meeresrolle © Ben185 _ canva.com one design license

Die Multirolle ist vom Aufbau her ähnlich der Baitcastrolle anzusiedeln. Und sie verkörpert eine Angelrolle, die nach wie vor über eine Daseinsberechtigung verfügt, auch wenn nicht viele Angler sie für einen Einsatz in Erwägung ziehen. In erster Linie werden Multirollen für das Meeresangeln vom Boot verwendet. Gerade beim Angeln vom Angelkutter aus kann es ungemein praktisch sein, über eine solch massive und zugleich starke Rolle zu verfügen. Sie gilt als äußerst robust, ist bei guter Ausführung auch salzwasserfest und gilt zudem als belastbar. Gerade beim Drill von Meeresfischen hat man es gegenüber dem Einsatz von Stationärrollen meist deutlich einfacher. Das einfache Ablassen des Köders in die Tiefe ist zudem äußerst bequem.

Wenn es an das Auswerfen geht, wird es schon schwieriger. Ist die Rolle einmal geöffnet, lässt sie die Schnur von der Spule. Um Perücken zu vermeiden, muss man also mit dem richtigen Timing Auswurf und Öffnung koordinieren.

Es ist immens wichtig, Qualität zu erwerben. Anders als bei Stationärrollen fallen die Qualitätsunterschiede meist deutlich größer aus. Daher ist es ratsam, auf Nummer sicher zu gehen und lieber gleich ein besseres Modell zu kaufen.

Eine Rollentasche schützt vor Beschädigungen

Wir haben bereits mehrmals erwähnt, dass man beim Kauf von Angelrollen auf Qualität setzen sollte. Damit du diese Qualität der Angelrollen auch konservieren kannst, lohnt es sich, entsprechende Rollentaschen anzuschaffen. Wirfst du die Rollen immer wieder einfach in deinen Angeleimer oder gehst allgemein rabiat mit ihnen um, so werden sie nicht lange halten. Die Erschütterungen und Stöße werden ihr im Laufe der Zeit zusetzen. Außerdem ist sichergestellt, dass die Rolle keine Kratzer abbekommen kann oder beispielsweise mit Feuchtigkeit von außen in Berührung kommt.

Ein solcher Schutz ist zumindest dann gegeben, wenn man auf eine hochwertige Tasche zurückgreift. Diesbezüglich ist zusagen, dass leider nicht alle Rollentaschen einen guten Schutz bieten. Dies trifft teilweise sogar für die Taschen zu, den von den Herstellern beigelegt werden. Unter Umständen kann es daher empfehlenswert sein, trotz vorhandener Tasche auf ein anderes Modell auszuweichen.

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Rollentaschen aus Neopren schützen gut

Als besonders empfehlenswert gelten Rollentaschen, die aus Neopren gefertigt sind. Das Neopren-Material ist elastisch und kann Stöße daher ideal abfangen. Zugleich ist es wasserdicht und weißt außerdem ein niedriges Gewicht auf. Zur Aufbewahrung sowie auch für den Transport der meisten Angelrollen sollte daher auf Neopren-Taschen zurückgegriffen werden.

Abschließend noch ein paar Worte zur Einlagerung. Die besten Rollentaschen und Rutentaschen nützen natürlich wenig, wenn der Angler seine Angelgeräte darin nass verpackt. Ruten und Rollen sollten grundsätzlich getrocknet werden. Ein Transport kann durchaus feucht erfolgen, doch hinterher gilt es die Angelsachen und dabei auch die eigentlichen Taschen zu trocken. Denn Feuchtigkeit kann die Angelgeräte unter Umständen angreifen oder zumindest zur Bildung von Schimmel etc. führen, was ebenfalls nicht sein muss.

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