Brassen werden oft beim Feedern gefangen

Fischarten beim Feederangeln

19. September 2018

Es gibt bestimmte Fischarten, die man sehr gut mit der Feederrute Angeln kann. Welche das sind und welche Montage am besten passt, erfährst du in diesem Artikel.
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Beim Feederangeln kann man eigentlich auf alle Friedfische angeln. Sie werden klassisch mit Futter in einem Futterkorb angelockt und finden optimalerweise dann auch den Hakenköder. Doch gibt es Unterschiede bei den Ködern und der Montage für die verschiedenen Fische. Hier findest du einige Tipps zu den einzelnen Arten. Am Ende der Texte zu jedem Fisch findest du jeweils meine persönlich favorisierte Montageempfehlung.

Brassen (Blei) – Wie für das Feederangeln gemacht

Das Feederangeln wurde unter anderem für Brassen entwickelt. Ein Schwarm dieser Fische kann in kurzer Zeit unseren Futterplatz gründlich abräumen. Wer die Grätenkönige am Platz halten möchte, ist gezwungen ordentlich nachzufüttern. Oft sogar zusätzlich mit handeingeworfenen Futterballen. Brassen haben eine Vorliebe für Süßes. Eine Zugabe von Zucker oder älteren, gemahlenen Keksen ist also durchaus zu empfehlen.
Als bester Hakenköder haben sich hier kleine und mittlere Würmer bewährt. Ich wähle sogar meistens einen Cocktail aus Mistwurm und einer Made, die den Wurm außerdem am Haken sichert. Der Wurm kann zweimal eng nebeneinander mit dem Haken durchstochen werden und ein langes Ende bleibt quirlig hängen. So können die Brassen den Köder zunächst wunderbar einsaugen ohne den Haken zu spüren. Für das Feederangeln auf Brassen empfehle ich die Schlaufenmontage.

Rotauge / Plötze – Die ersten am Futterplatz

Für die meisten Feederangler sind Rotaugen oft die erste und auch häufigste Beute. Viele kleinere Exemplare können auch schon mal nerven, wenn man große Exemplare gezielt beangeln möchte. Maden und / oder Mais mit etwas herben Grundfutter, sind die Mittel zu diesen Fischen. Nehmen zu viele kleine Fische, wohlmöglich schon bei der Absinkphase, den Köder, so solltest du zeitig auf einen größeren Haken und damit mehr und/oder größere Hakenköder umsteigen. Vor allem die größeren Exemplare stehen im Sommer oft in der Hauptströmung. Dort setzen wir auch besser die Feederrute ein, im Nahbereich und in ruhigen Abschnitten ist die Winkelpickerrute einfach sensibler.
Wenn du die Feederrute benutzt empfiehlt sich die Schlaufenmontage. In ruhigen Abschnitten bringt die Festmontage an der Winkelpickerrute mehr Sensibilität und damit Erfolg.

Barbe – Mit Käse an der Feederrute

Barben sind sicher das Anstrengendste was unserer Ausrüstung passieren kann. Die Barbe ist ausdauernd und sehr kräftig, größere Exemplare starten meist mehrere Fluchten, bis sie sich geschlagen geben. Als eine Art Allesfresser ist Sie der Staubsauger der schnell strömenden Flussbereiche. Wer selektiv auf Barben angeln möchte, kann mit der Köderart und -größe andere Fische weitestgehend ausschließen. Ein Käsewürfel mit 2,5 cm Kantenlänge nimmt fast ausschließlich eine Barbe. Zwar gelten auch Frühstücksfleisch, Madenbündel, Tauwürmer und Mistwürmer als gute Barbenköder, aber gibt es hiermit bedeutend mehr Beifänge anderer Fischarten.
Wer mit Barben rechnet, der sollte seine Angelschnur nicht unter einer 20er monofilen wählen. Bist du ein unerfahrener Angler oder sind große Exemplare zu erwarten, kann eine 25er monofile Schnur nicht schaden. Außerdem solltest du nicht vergessen einen großen Kescher mitzunehmen.
Für das Barbenangeln an der Feederrute empfehle ich die Schlaufenmontage.

Karpfen – Feederangeln mit Risiko

Vor allem kleinere Satzkarpfen entwickeln schnell Neugier für unser Grundfutter. Diese Größe kannst du mit deiner Feederrute auch entspannt landen. Karpfen lockst du besonders wenn Mais / Maismehl und Weizen im Futter enthalten sind. Wenn du merkst, dass du einen größeren Karpfen erwischt hast, solltest du Feingefühl beweisen. Die meist relativ feine Montage hält dicke Karpfen nicht unbedingt aus. Vor allem nicht, wenn du wie wild am Pumpen bist. Der Drill bringt aber auf jeden Fall Spaß und es ist Spannung im Spiel, da du nicht weißt ob das Material hält. Wenn du gezielt auf Karpfen angeln möchtest, solltest du aber auch entsprechendes Material (Rute, Rolle, Montage) verwenden.
Wenn du weißt, dass auch Karpfen zu erwarten sind, wähle am besten die Freilaufmontage.

Hasel

In schnellströmenden Abschnitten fühlen sie sich am wohlsten. Die Hasel ist auf tierische Nahrung spezialisiert und stürzt sich mit Hingabe auf angebotene Maden. Da diese Fische sehr schnell sind, haben andere Arten kaum noch eine Chance.
Da sie recht kleinwüchsig sind, sollten sie bevorzugt mit der Winkelpickerrute beangelt werden. Es empfiehlt sich eine Festmontage.

Aal – Mit der Feederrute?

Auf Aal Feedern? Aber ja! Natürlich muss hier das Gerät sehr kräftig ausfallen. Keinesfalls sollte man unter eine 25er Schnur gehen – eher noch dicker! Eine starke Extra Heavy Feederrute sollte es schon sein. Wer nicht Keschern will oder nicht Stranden kann, kann auch zur kräftigen Grundrute greifen (ausnahmsweise).
Zum Anlocken der Schlängler kommen Wurmstücken, Fischbrei, Forellenpellets oder ein Schwamm mit Lockstoff in den geschlossenen Futterkorb. Das Vorfach sollte recht kurz sein und kann ruhig aus geflochtener Karpfenschnur bestehen. Idealer Köder für diese Methode sind halbe Tauwürmer an der Freilaufmontage.

Im diesen Artikel erfährst du mehr zum Thema Angeln auf Aal mit der Feederrute.

Barsch – Feederangeln auf die neugierigen Räuber

Auch auf Barsche lohnt sich das gezielte Feedern. Hier sollte man aber mobil sein und Wanderangeln betreiben. Am besten klappt das mit einer mittleren Feederrute, aber auch eine kräftige Matchrute kann man dafür verwenden. Eine einfache Durchlaufontage mit einem geschlossenem Futterkorb ist hier die richtige Wahl. Der Futterkorb wird mit Maden pur gefüllt. An den Haken kommt ein quirliger Mistwurm oder Dendrobena am 8er Wurmhaken. Das Vorfach sollte etwa 100cm lang sein und aus 18er Monofil bestehen (20er oder 22er Hauptschnur).
Diese Montage wird an barschverdächtige Stellen (tiefe Außenkurven, überhängende Büsche, Ausbuchtungen an Spundwänden etc.) geschlenzt (auf gute Deckung achten!). Erfolgt nach drei Auswürfen und ca. 20 Minuten kein Biss, wechseln wir zur nächsten Stelle. Dabei muss man immer mit Beifängen von gewichtigen Friedfischen aber auch Aalen und Forellen rechnen.
Die Boommontage erfüllt alle Anforderungen für diese Angelmethode.

 

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