Spinnfischen

Beim Spinnfischen werden Kunstköder durch das Wasser geführt um einen Biss zu reizen. Hier findest du alle Informationen über das Spinnfischen.

Spinnfischen ist spannend und es kann jeder

Inhaltsverzeichnis:

  1. Allgemeines
  2. Erfolgsfaktoren
  3. Zielfische
  4. Köder
  5. Schleppfischen

Spinnfischen allgemeine Informationen

spinnfischen-koeder

Spinnfischen, auch Spinnen genannt (aus dem Englischen to spin – sinngemäß drehen, wirbeln, kreiseln) ist eine Art des Angelns, bei der überwiegend Kunstköder eingesetzt werden. Vibrationen und optische Reize beim Einholen der Köder verleiten Raubfische anzubeißen. Spinnfischen wird vom Boot oder vom Ufer aus praktiziert. Es ist eine Kunst für sich, den Köder richtig zu führen, ob man kurze Stops einlegt oder einfach schnell einholt. Wird der Köder zu schnell eingeholt, so wird er von den Raubfischen nicht als mögliche Beute wahrgenommen. Wird er zu langsam geführt, so besteht die Gefahr, dass der Köder zu tief absinkt und sich im Bodengrund verhakt. Bei dieser Methode wird in aller Regel nicht lange an einem Platz verharrt, sondern das Gewässer nach beißwillligen Fischen abgesucht.

Spinnfischen ist eine sehr interessante Angelart. Jedoch auch nicht immer sofort erfolgreich. Wie beim Angeln üblich, braucht man auch hier viel Geduld bis wirklich der erste Räuber den Kescherrand überquert. Hier gilt: Probieren, probieren, probieren. Ging gestern der rot-weiße Wobbler gar nicht, kann das heute schon wieder ganz anders aussehen. Gestern eine Stelle vollkommen ohne Erfolg “abgegrast”, so kann heute schon nach dem ersten Wurf an der gleichen Stelle ein Kapitaler beißen.

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Spinnfischen Erfolgsfaktoren

Beim Spinnfischen hängt der Erfolg von verschiedenen Faktoren ab. Das Wetter (Sonne, Regen, bewölkt, warm, kalt), das Gewässer (Größe, Tiefe, Klarheitsgrad des Wassers) und der Köder (Farbe, Größe, Art) sind die Wichtigsten. Angelt man z.B. in einem Gewässer mit Brackwasser, welches also viel Schmutz beinhaltet kann durchaus ein ebenfalls “brackig braun” aussehender Gummifisch den Erfolg bringen.

Erfahrene Spinnfischer sind klar im Vorteil: sie wissen meist wo die Raubfische stehen, und sind im präzisen Auswerfen des Köders einfach routinierter als Neulinge. Doch Jungangler und Neulinge sollten sich deshalb nicht verunsichern lassen – mit der Zeit sammelt man ausreichend Erfahrung, um auch an fremden Gewässern mit der Spinnangel erfolgreich zu sein. Am besten ist es natürlich, wenn man erfahrenen Anglern beim Spinnfischen zusehen kann – somit lernt man am schnellsten, worauf es wirklich ankommt und wie man kapitale Raubfische überlistet.

Spinnfischen Zielfische

Die Zielfische beim Spinnfischen sind hauptsächlich Hecht, Zander und Barsch.
Für den Hecht können große Köder eingesetzt werden. Sie sind sehr aggressive Fische und beißfreudig. Spinner in goldenen und silbernen Farben und gerne auch mit Federn oder Fell am Haken. Wobbler ab 9cm Größe und in bunten Farben wie gelb, rot oder in denen der natürlichen Nahrungsfische (Rotauge, Barsch). Gummiköder werden auf einen Jigkopf aufgezogen. Farben wie schwarz, rot und blau sind fängig. Wichtig ist beim Spinnfischen auf Hecht zudem, dass ein Stahlvorfach benutzt wird. Zudem sollten kräftige Ruten und Rollen verwendet werden. Die Schnur muss eine hohe Tragkraft haben, da Hechte viele Druck ausüben können. Große Fluchten sind jedoch nicht zu erwarten.
Das Spinnfischen auf Zander wird am erfolgreichsten mit Gummiködern durchgeführt. Die bodennahe Führung ermöglicht es in den Beißzeiten der Zander viele Bisse zu bekommen. Es können leichtere Ruten als beim Hechtangeln benutzt werden. Stahlvorfächer sind bei Zanderanglern nicht beliebt. Sie sind in erster Linie auch nicht nötig, da Zander nicht so scharfe Zähne wie Hechte haben. Insbesondere ist die Führung des Köders aber nicht so attraktiv möglich.
Barsche sind absolute Schwarmtiere und sehr neugierig. So verfolgen sie die Köder auch einfach nur und ziehen dann wieder ab. Zudem überschätzen sie sich oft selbst und beißen auf viel größere Köder als gedacht. Das Spinnfischen auf Barsch wird mit Spinnern in den Größen 2 bis 5, mit Wobblern bis 7cm kleineren Twistern erfolgreich angegangen. Die Rute und Rolle kann leicht gewählt werden.

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Spinnfischen Köder

Als Köder werden beim Spinnfischen Blinker, Wobbler, Gummiköder (Twister und Shads) oder eben Spinner genutzt. Genauere Informationen erhalten Sie auf den Unterseiten zu den verschiedenen Ködern.
Gummiköder zum Spinnfischen Für das Spinnfischen werden sehr oft Gummifische eingesetzt. © Paul Lahrmann

Für welchen Kunstköder man sich entscheidet, hängt davon ab, welche Köder einem persönlich liegen und welchen Fisch man fangen möchte. Wer beispielsweise auf Zander angeln möchte, muss den Köder vergleichsweise tief bzw. in Nähe des Grunds anbieten. Folglich ist es ratsam, zum Gummifisch oder zum Twister zu greifen.

Weichplastikköder wie Gummifisch und Twister sind vergleichsweise einfach zu führen. Man wirft sie aus und lässt sie dann vollständig auf den Grund absinken. Dann beginnt das Einholen, bei welchem man in Intervallen arbeitet. Man holt den Köder mit ungefähr zwei Umdrehungen an der Stationärrolle ein. Wichtig dabei: Immer ordentlich beschleunigen, damit der Köder richtig angehoben wird. Anschließend lässt man den Köder absinken, indem man ca. ein bis zwei Sekunden wartet. Auf diese Weise kurbelt man den Raubfischköder vollständig an sich heran. Sollte man auch nur einen leichten Widerstand verspüren, gilt es grundsätzlich anzuschlagen.

Weitere Kunstköder für Raubfische

Nicht nur mit dem Gummifisch lassen sich Zander überlisten. Ein weiterer Zanderköder ist der Wobbler. Allerdings ist anzumerken, dass er auch erstklassig zum Angeln auf Hecht geeignet ist. Viele Wobbler sind sogar explizit als Hechtköder ausgelegt.

Das Schöne am Angeln mit Wobbler ist die Tatsache, dass man bei der Köderführung über so viele Möglichkeiten verfügt. Wie man einen Wobbler oder Jerkbait letztlich einholt, hängt einzig und allein von dessen Verhalten im Wasser ab. Wichtig ist: Wobbler müssen aktiv geführt werden. Man muss sie in Bewegung versetzen, damit sie die Aufmerksamkeit der Raubfische auf sich ziehen und sie dann zum Biss verleiten.

Eintöniges bzw. gleichmäßiges Einkurbeln ist daher keine gute Entscheidung. Beim Angeln mit Wobblern ist es wichtig, die Einholgeschwindigkeit zu variieren oder auch kurze Stopps einzulegen. Am besten fischt man den Kunstköder immer kurz auf Sicht, damit man sein Verhalten in Erfahrung bringen kann. Besonders interessant sind so genannte Twitch-Wobbler: Durch das so genannte Twitchen (leichte Schläge mit der Rutenspitze in die schlaffe Angelschnur) setzen den Kunstköder ordentlich in Bewegung und lassen ihn beispielsweise seitlich ausbrechen. Diesen Ausbrüchen können nicht nur Hechte oder Zander, sondern auch Barsche nicht widerstehen.

Die Köderführung ist beim Raubfische Angeln ganz wichtig

Die Kunst beim Raubfischangeln bzw. beim Spinnfischen besteht im Endeffekt darin, die Kunstköder optimal zu führen. Dieser Punkt ist sehr viel bedeutender, als viele Angler annehmen. Viele Neulinge fangen keine Fische, weil sie die Köder falsch führen. Zumal jeder Köder anders geführt werden muss. Die Köderführung bei Blinker und Wobbler hat beispielsweise auf eine ganz andere Art und Weise zu erfolgen.

Mit den einzelnen Ködern und deren Führung sollte man sich unbedingt näher beschäftigen, beispielsweise indem man sich Rat bei anderen Spinnanglern holt oder man Fachliteratur studiert. Im Übrigen ist es ratsam, jeden Köder erst einmal auf Sicht zu fischen. Gerade beim Wobbler ist dies enorm wichtig: Nur so ist zu erkennen, wie sich der Köder im Wasser verhält und auf einzelne Aktionen reagiert. Gerade wenn man einen Wobbler zum ersten Mal fischt, sollte man ihn ausgiebig testen bzw. verschiedene Geschwindigkeiten ausprobieren und auch gezielt die Rutenspitze einsetzen, damit man mehr über das Verhalten im Wasser erfährt.

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Tipps zum Schleppfischen (Schleppen und Trolling)

Das Angeln vom Boot aus ist eine tolle Sache. Nur leider gibt es verhältnismäßig wenige Angler, die bereits entsprechende Erfahrungen sammeln konnten – die meisten Angler fischen stets vom Ufer aus. Dabei sollte man ruhig einmal entsprechende Erfahrungen sammeln, denn das Angeln vom Boot aus eröffnet ganz neue Möglichkeiten. So ist es beispielsweise möglich, das so genannte Schleppfischen (das von Anglern auch gern als Trolling bezeichnet wird) zu praktizieren.

Beim Schleppfischen handelt es sich um eine ganz bestimmte Form des Spinnfischens. Anders als beim konventionellen Spinnfischen, wo man den Köder auswirft und anschließend einholt, um ihn in Bewegung zu halten, ist das Boot in Bewegung, so dass man den Köder lediglich auswerfen muss und er dann vom Boot in Bewegung gehalten wird. So gesehen handelt es sich um eine relativ komfortable Art des Spinnfischens, da man sich mehr oder weniger zurücklehnen kann.

In wiefern man sich beim Schleppen zurücklegen kann hängt vor allem davon ab, wie das Boot in angetrieben wird. Wenn man beispielsweise rudern muss, kann das Schleppen sogar sehr anstrengend sein. Allerdings muss man nicht zwangsweise zu Ruder oder Paddel greifen – man kann auch genauso gut ein motorisiertes Boot zum Schleppen einsetzen. Allerdings sollte man darauf achten, dass das Boot mit einem relativ leisen Motor ausgestattet ist. Denn der Lärm kann mit der Zeit etwas störend sein (und zwar nicht nur für den Angler). Weiterhin kann sollte der Bootsmotor vor allem über ruhige beziehungsweise gleichmäßige Laufeigenschaften verfügen. Aus diesem Grund entscheiden sich zunehmend mehr Schleppfischer für den Elektroaußenborder. Schließlich muss die Bootsgeschwindigkeit beim Schleppfischen nicht sehr hoch sein. Außerdem sind Elektromotoren leiser und umweltschonender.

Angelausrüstung beim Schleppfischen

Was den Einsatz der Angeln beziehungsweise der Angelgeräte betrifft, so gibt es mehrere Möglichkeiten. So kann man zum Beispiel mit der klassischen Spinnrute fischen. Entweder hält man sie direkt in der Hand, oder man – was die meisten Bootsangler machen – steckt sie in einen Bootsrutenständer. Die meisten Schleppfischboote sind mit mehreren Rutenständern ausgestattet, die so angeordnet sind, dass man mit bis zu vier Schleppruten fischen kann. Ob man seine Schlepprute mit einer Multirolle, Stationärrolle oder eine speziellen Schlepprolle ausstattet, ist Geschmackssache.

Mögliche Köder beziehungsweise Kunstköder zum Schleppen sind: Schleppblinker, Wobbler Gummifisch, und Löffel (Perlmuttlöffel, Schlepplöffel). Manche Angler montieren setzen auch auf den toten Köderfisch.

Eine weitere Möglichkeit ist das Schleppen mit dem Downrigger. Über den folgenden Link könnt ihr mehr über das Trolling mit dem Downrigger erfahren. So viel sei an dieser Stelle gesagt: Mit dem Downrigger lassen sich größere Tiefen erreichen und gleichzeitig können mehrere Kunstköder parallel eingesetzt werden um mehrere Gewässertiefen gleichzeitig abzufischen.

Natürlich bereitet einem diese Form des Bootangelns nur dann Freude, wenn das Gewässer groß genug ist und ausreichend Platz bietet. Schließlich macht das Angeln auf Hecht, Zander und Barsch nur dann Spaß, wenn man auch mal eine gewisse Zeit lang mit dem Boot einfach nur geradeaus fahren kann, ohne ständig anhalten und wenden zu müssen. Vermutlich liegt es an der geringen Anzahl der zum Schleppfischen geeigneten Gewässer in Deutschland, dass nur so wenige Angler über Schleppfisch-Erfahrung verfügen. Wer sich für das Schleppen interessiert, sollte nach Norwegen beziehungsweise generell nach Skandinavien fahren. Dort gibt es unzählige Möglichkeiten, das Schleppfischen kennen zu lernen. Dort sollte man beachten, dass man von einem erfahrenen Guide begleitet wird, der einem hilft die passenden Köder auszuwählen und die richtige Gewässertiefe sowie Schleppgeschwindigkeit zu finden.

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1 Kommentar

  1. Sehr toller Bericht! Möchte nur der Info wegen hinzufügen, dass das Spinnfischen auf Wels immer populärer wird. Sollte man mal ausprobiert haben. Die Bisse sind gigantisch und der Drill mit der Spinnrute aufregend 🙂

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