Angeln am Fuß der Alpen: Der Bodensee

Angeln am Fuß der Alpen: Der Bodensee

23. November 2022 | 0 Kommentare

Der Bodensee ist ein Binnengewässer, das von drei Ländern umgeben wird: Deutschland, Schweiz und Österreich. Die Oberfläche des Bodensees beträgt rund 536 Quadratkilometer und seine mittlere Tiefe etwa 95 Meter. Aufgrund seiner Größe ist der Bodensee nicht nur ein beliebtes Segelrevier, sondern auch ein Lebensraum für zahlreiche Fische und daher ein beliebtes Ziel zum Angeln. Hier erfährst Du alles, was Du für den nächsten Angelurlaub wissen musst. Welche Fische kann ich am Bodensee angeln? Der Bodensee bietet vielen Fischarten ein Zuhause, die man auch in anderen Seen findet, hat aber außerdem auch einige regionale Besonderheiten. Aal Eine beliebte Beute für alle, die am Bodensee angeln, ist der Aal. Trotz der ökologischen Belastung des Rheins hat der Bodensee einen Bestand an Aalen, die wie alle Fische dieser Art den weiten Weg nach Florida und wieder zurück unternehmen. Vorsicht beim Ausnehmen: Aalblut enthält Toxine, die über die Schleimhäute aufgenommen werden! Äsche Dieser Fisch ist beliebt, weil sein Eigengeschmack eine schwache Thymiannote hat. Im Bodensee kann man ihn leider nur selten angeln, weil die Bestände vor allem unter der Kormoranpopulation gelitten haben. Wer das Glück auf die Probe stellen möchte, sollte es am Seeauslauf und in der Nähe von Konstanz versuchen. Barsch Der Barsch, der im regionalen Dialekt Kretzer und auf der Schweizer Seite Egli genannt wird, ist ein beliebter Speisefisch, der im
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Der Bodensee ist ein Binnengewässer, das von drei Ländern umgeben wird: Deutschland, Schweiz und Österreich. Die Oberfläche des Bodensees beträgt rund 536 Quadratkilometer und seine mittlere Tiefe etwa 95 Meter. Aufgrund seiner Größe ist der Bodensee nicht nur ein beliebtes Segelrevier, sondern auch ein Lebensraum für zahlreiche Fische und daher ein beliebtes Ziel zum Angeln. Hier erfährst Du alles, was Du für den nächsten Angelurlaub wissen musst.

Welche Fische kann ich am Bodensee angeln?

Der Bodensee bietet vielen Fischarten ein Zuhause, die man auch in anderen Seen findet, hat aber außerdem auch einige regionale Besonderheiten.

Aal

Eine beliebte Beute für alle, die am Bodensee angeln, ist der Aal. Trotz der ökologischen Belastung des Rheins hat der Bodensee einen Bestand an Aalen, die wie alle Fische dieser Art den weiten Weg nach Florida und wieder zurück unternehmen. Vorsicht beim Ausnehmen: Aalblut enthält Toxine, die über die Schleimhäute aufgenommen werden!

Äsche

Dieser Fisch ist beliebt, weil sein Eigengeschmack eine schwache Thymiannote hat. Im Bodensee kann man ihn leider nur selten angeln, weil die Bestände vor allem unter der Kormoranpopulation gelitten haben. Wer das Glück auf die Probe stellen möchte, sollte es am Seeauslauf und in der Nähe von Konstanz versuchen.

Barsch

Der Barsch, der im regionalen Dialekt Kretzer und auf der Schweizer Seite Egli genannt wird, ist ein beliebter Speisefisch, der im Bodensee an verschiedenen Stellen zu angeln ist. Heimische Barsche erkennt man daran, dass ihre Flossen gelb sind und nicht rot wie sonst.

Elritze

Das Vorkommen der Elritze im Bodensee ist ein gutes Zeichen, weil es auf eine hohe Wasserqualität hindeutet. Diese kleinen Fische galten früher als Delikatesse, sind heute aber bedroht.

Felche

Dieser Fisch liebt sauerstoffreiches und kaltes Wasser, wie Gletscherseen es haben. Daher ist er auch für den Bodensee typisch, obwohl der Bestand der drei Felchenarten in den letzten Jahren zurückgegangen ist. Felchen werden am liebsten geräuchert oder mit Mandelbutter serviert.

Kaulbarsch

Dieser norddeutsche Immigrant ist erst seit den 1980er Jahren im Bodensee beheimatet. Wegen seiner geringen Größe von nicht mehr als 18 Zentimetern findet er in der Gastronomie eher selten Verwendung. Er kann aber zu einer schmackhaften Suppe verarbeitet werden.

Seeforelle

Dieser Fisch, der über einen Meter lang werden und bis zu 20 Kilogramm auf die Waage bringen kann, ist eine besondere Herausforderung für alle, die am Bodensee angeln wollen. Weil diese Fische für die Fortpflanzung die Zuflüsse hinaufschwimmen, haben die Bestände unter den Stauwerken im Rhein gelitten. Dank gezielter Zucht ist die Population wieder gesund, aber immer noch nicht sehr groß. Wilde Seeforelle ist daher eine besondere Delikatesse.

Neben diesen Arten hält der Bodensee noch viele weitere Fische bereit. Versuch Dein Glück und sieh, was anbeißt!

Was ist zu beachten beim Angeln am Bodensee?

Für das Angeln herrschen am Bodensee eine Reihe von Vorschriften und Auflagen. Die Situation wird dabei zusätzlich verkompliziert, weil sich drei Staaten die Hoheit über das Gewässer teilen. Da in Deutschland das Fischereirecht Ländersache ist und das Seeufer teilweise in Bayern und teilweise in Baden-Württemberg liegt, gibt es also vier unterschiedliche Rechtsordnungen, die bestimmten, wer, wo, wann und wie am Bodensee angeln darf.

In Deutschland und Österreich benötigst Du grundsätzlich eine lokale Erlaubnis, für die Du wiederum einen Angelschein oder eine vergleichbare Lizenzierung nachweisen musst. Dafür wird eine geringe Gebühr erhoben. Diese variiert je nach dem, wie weitreichend die Erlaubnis ist. In der Schweiz ist das einfache Angeln vom Ufer aus ohne Grundblei, Blinker, Pilker und ähnliches Zubehör mit natürlichem toten Köder genehmigungsfrei. Für das Angeln vom Boot aus ist dagegen eine Genehmigung erforderlich.

In Deutschland musst Du weiterhin beachten, dass pro Person, die eine Angellizenz besitzt, nur zwei Ruten mit jeweils zwei Haken erlaubt sind. Damit soll verhindert werden, dass die Bestände zu schnell leergefischt sind. Wenn Du mit Köderfischen angeln willst, müssen das tote Weißfische oder Kaulquappen aus dem Bodensee sein. Diese Maßnahme soll dazu dienen, die örtlichen Populationen vor eingeschleppten Krankheiten zu beschützen.

Die erlaubten Zeiten zum Angeln sind von einer Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang. Nur für den Aalfang vom Ufer aus gilt eine Ausnahme. Aale darfst Du am Bodensee bis ein Uhr morgens angeln.

Damit hast Du einen Überblick über die wichtigsten Verordnungen und Auflagen zum Angeln am Bodensee. Denke aber daran, dass es an einigen Stellen Ausnahmen und Sonderregelungen geben kann. So gibt es beispielsweise Laichgründe und Schutzgebiete, an denen noch strengere Einschränkungen gelten. Auch für die besonders fischreichen Gebiete gelten zusätzliche Auflagen. Weiterhin können sich die gesetzlichen Regelungen auch ändern. Wenn Du zum Bodensee fährst, solltest Du Dich in jedem Fall bei den örtlichen Behörden und Angelvereinen informieren, wie die Regelungen für die Bereiche sind, in denen Du angeln möchtest. Denn eines gilt immer: Unkenntnis der Rechtslage schützt Dich nicht vor einer Strafe.

Angelparadies mitten in Europa

Der Bodensee ist ein großartiges Ziel zum Angeln. Die Landschaft ist wundervoll, und das riesige Gewässer bietet vielen verschiedenen Fischarten ein Zuhause. Auch die ansässigen Touristikunternehmen haben sich darauf eingestellt. Ob Du im Zelt auf dem Campingplatz direkt am Wasser schlafen willst oder im erstklassigen Hotel – es bleibt kein Wunsch offen.

Angeln am Bodensee – FAQ

Wo kann man am Bodensee gut angeln?

Besonders gute Fischgründe sind der Konstanzer Trichter und die Gewässer um die Insel Mainau. Allerdings sind hier auch die Gebühren höher und es herrschen besondere Auflagen wegen des Schiffverkehrs.

Kann man Bodensee ohne Angelschein angeln?

In der Schweiz ist das Angeln vom Ufer aus ohne Angelschein erlaubt. Ansonsten benötigt man überall einen Angelschein und eine örtliche Genehmigung. Die Kontrollen sind streng und die Strafen empfindlich.

Was kostet eine Angelgenehmigung am Bodensee?

Die Kosten variieren je nach Land und Reichweite der Genehmigung. In Deutschland kostet eine Jahreskarte derzeit 80 Euro und eine Monatskarte 40 Euro.

Quellen

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