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Karpfenangeln für Einsteiger – Anleitung für erfolgreiches Angeln auf Karpfen

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Karpfenangeln für Einsteiger – Anleitung für erfolgreiches Angeln auf Karpfen

22. Dezember 2019 | 0 Kommentare

Das Angeln auf Karpfen ist in Europa sehr beliebt. In diesem Artikel erfährst du wie du als Anfänger erfolgreich auf Karpfen angelst.
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Inhaltsverzeichnis

Auch wenn es sehr viele Angler und die Angelindustrie einem vermitteln wollen: Karpfenangeln ist kein Hexenwerk. Wenn man einige Punkte beachtet, kann auch ein nicht so erfahrener Angler Karpfen überlisten. Aber ja, wenn es an die wirklich große Exemplare (z.B. 30 Pfund) geht, dann kommt es teilweise sehr auf Details an, die über den Erfolg entscheiden. In diesem Artikel soll es aber einmal grundsätzlich um das Angeln auf Karpfen gehen, das auch ein Otto-Normalverbraucher wunderbar hinbekommen kann.

Karpfenarten, die du fangen kannst

In den Europäischen Gewässern sind grundsätzlich drei Karpfenarten weit verbreitet. Der Spiegelkarpfen, der Schuppenkarpfen und außerdem der Graskarpfen. Der Schuppenkarpfen hat über den ganzen Körper gleichmäßig Schuppen verteilt. Der Spiegelkarpfen hingegen hat nur sehr wenige große Schuppen und ist ansonsten glatt und klar, ähnlich einem Spiegel. Der Graskarpfen kommt nicht so häufig vor, er wird aber oft in sehr zugewachsene Gewässer besetzt, um die Vegetation entsprechend schonend einzudämmen. Wie sein Name sagt, ernährt er sich vor allem von Pflanzen.

Die Hauptfangzeiten dieser Karpfenarten ist der Hochsommer in den Monaten Juli – September. Aber auch im Frühjahr und Herbst kann man den Karpfen fangen.

Angelplätze und Gewässer für Karpfen

In erster Linie geht es nicht darum, dass man als Angler besonders bequem an den Angelplatz kommt, dort gut auswerfen und sitzen kann. Oder die Plätze wählt, die andauernd bereits von anderen Anglern besiedelt werden. Sondern darum, dass man die Plätze im Gewässer findet, an denen die Karpfen auch wirklich fressen oder vorbeiziehen.

Es hilft ungemein das Angelgewässer auch ohne Angelabsicht einfach zu Fuß zu erkunden. Dabei solltest du dich sehr unauffällig verhalten. Etwas Tarnkleidung hilft dabei. Zudem solltest du vorsichtig gehen, um keine großen Erschütterungen auszulösen und die Karpfen am Ufer zu verscheuchen. Eine Polarisationsbrille hilft dir dabei an flachen Stellen bis auf den Grund zu schauen. Sie ist eine spezielle Sonnenbrille und verringert die Wasserspiegelung.

Beobachte das Gewässer und frage andere Angler

Bei der Begehung des Gewässers solltest du dann verschiedene Dinge beobachten und vielleicht in einem kleinen Buch notieren. Zum Beispiel die Stellen, an denen Karpfen sich im Sommer an der Oberfläche befinden. Wenn du außerdem aufsteigende Luftblasen an der Wasseroberfläche entdeckst, kann es sehr gut sein, dass hier ein paar Karpfen am Boden fressen. Das heißt im Fachjargon „gründeln“. Uferstellen mit überhängenden Bäumen, Seerosenfelder und Schilfgürtel sind ebenfalls zu notieren. Ein sehr wichtiger Faktor ist es zudem, die Bodenstruktur zu erkunden. Karpfen fressen auf Sandbänken, Muschelbänken, aber auch auf schlammigen Grund (hier leben kleine, leckere Wassertierchen). Mit einem Boot und Echolot kannst du diese Stellen sehr gut erkunden. Wenn es erlaubt und möglich ist, kannst du im Gewässer auch tauchen und so die Struktur am Ufer erkunden.

Hot-Spots sind auf jeden Fall die Uferbereiche mit Hindernissen unter oder in denen sich die Karpfen verstecken können. Wenn du davor einen Futterplatz anlegst und deine Montage platzierst, wirst du zum Erfolg kommen.

Abschließend noch ein Tipp zu Gewässern, die man erstmalig befischt. Um die Fangaussichten zu steigern, kann man sich im Vorfeld ausführlich erkundigen. Zu vielen Karpfengewässern findet man mittlerweile im Internet gute Informationen. Aber auch bei lokalen Anglern sollte Rat geholt werden. Zwar darf man nicht jeden Angeltipp für bare Münze nehmen, doch letztlich kann der eine oder andere Tipp zum großen (oder überhaupt einen) Fang führen.

Angelmethoden und Montagen auf Karpfen

Die wohl beliebteste und erfolgreichste Angelmethode auf Karpfen ist das Grundangeln. Die Karpfen fressen in allererster Linie am Grund. Deshalb müssen auch dort die Köder angeboten werden. Im Sommer steigen die Karpfen aber auch an die Oberfläche, deshalb kann man sie dann hier wunderbar mit Schwimmbrot überlisten. Man sollte auf jeden Fall, wenn erlaubt, immer mehrere Angeln mit verschiedenen Montagen im Wasser haben, um die Fangaussichten zu steigern.

Grundmontagen: Durchlaufblei und Selbsthakmontage

Neulingen kann nur dazu geraten werden, es anfangs mit der klassischen Durchlaufmontage zu versuchen. Im Grunde basiert diese Karpfen Montage auf einem Wirbel, welcher sich an der Hauptschnur befindet. In den Wirbel wird der Karpfenhaken mitsamt Köder eingehängt. Vor dem Wirbel, also direkt an der Angelschnur, befindet sich noch ein vorgeschaltetes frei laufendes Grundblei.

Die Funktionsweise ist simpel: Der Karpfen kann den Köder (zum Beispiel ein Boilie) aufnehmen und anschließend davon ziehen. Egal in welche Richtung er schwimmt: Die Angelschnur wird über das Grundblei umgeleitet, sodass Schnur von der Angelrolle gezogen wird. Der Bissanzeiger wird sofort melden, wenn ein Karpfen gebissen hat. Im Übrigen ist diese Montage auch bestens geeignet, um mit Schwimmbrot zu angeln.

Eine weitere, sehr etablierte Montage baut auf der Selbsthak-Methode auf. Ein fest in die Angelmontage integriertes Grundblei stellt sicher, dass sich der Karpfen automatisch hakt. Auch diese Variante ist sehr interessant und kann im Grunde relativ leicht gebunden werden.

Am besten ist es, einfach mal verschiedene Montagen auszuprobieren. Beim Karpfenangeln spielt Erfahrung ohnehin eine wichtige Rolle. Jeder Angler ist gut damit beraten, verschiedene Angelmethoden und Köder zu testen, um Eindrücke zu gewinnen und somit für sich selbst herauszufinden, wie er beim Angeln am meisten Spaß und vor allem auch Erfolg hat.

Posenmontage: Am Grund und mit Schwimmbrot

Mit der Pose kann man ebenfalls auf Karpfen angeln. Da die Karpfen sich aber vor allem am Grund aufhalten, sollte die Posenmontage auch am Grund angeboten werden. Besonders wenn man relativ nah am Ufer angeln möchte, also fast vor seinen eigenen Füßen, kann die Pose zum Einsatz kommen. Mit dem Lotblei kannst du noch überprüfen, ob sich in der Nähe Kuhlen befinden, die Karpfen beim Fressen gebildet haben.

Die Pose muss natürlich gut ausgebleit sein. Das letzte Bleischrot sollte am Grund liegen und ca. 10cm Platz lassen bis der Haken mit dem Köder kommt. Wenn der Karpfen den Köder nimmt, verspürt er keinen Widerstand. Wenn er dann das letzte Bleischrot noch anhebt, siehst du an der Pose bereits eine Reaktion. Wenn die Pose etwas gewandert und dann untergegangen ist, solltest du nicht ewig mit dem Anhieb warten. Vor allem, wenn du am Ufer vor Hindernissen angelst, sollte kurz nach dem Abtauchen der Anhieb erfolgen.

Das Schwimmbrot kannst du an am Haken befestigen und dann auf Sicht zu den Karpfen an der Oberfläche werfen. Schlauer ist es aber noch, wenn du es etwas Abseits der Karpfen platzierst und der Wind oder die Strömung das Brot dann zu den Karpfen treiben lässt. So gehst du sicher, dass sie nicht vertrieben werden. Der Anhieb erfolgt ebenfalls kurz nachdem der Karpfen das Brot aufgenommen hat.

Was ist der beste Köder für Karpfen?

Der wohl derzeit fängigste und beliebteste Köder für das Angeln auf Karpfen sind die Boilies. Dies sind kleine Teigkugeln und es gibt sie in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen, Farben und Größen. Aber auch andere Köder wie Mais, Würmer und Brot fangen regelmäßig Karpfen. Die wirklich großen Exemplare landen aber wohl auf Boilie am Haken.

Besonders wenn der Angeldruck an einem Gewässer groß ist oder die Fische garantiert keine Boilies kennen, solltest du auch verschiedene Köder probieren. Wenn du anfütterst und dann einen schönen Tauwurm oder Mais am Haken präsentierst, wirst du auch deine Karpfen fangen. Hier gilt es einfach etwas herumzuprobieren und sich nicht auf einen Köder zu versteifen.

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Einkaufsempfehlung für Karpfenköder

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Angelgerät zum Angeln auf Karpfen

Als Angelgerät ist es sehr wichtig, dass Schnur, Rolle und Bremse gut aufeinander abgestimmt werden. Es gibt aber Unterschiede, ob du nur mal an eurem Vereinsteich auf Karpfen angeln oder „richtig“ angreifen möchtest. Dann benötigst du wirklich professionelles Gerät. Die meisten Karpfenangler haben dann auch drei gleiche Ruten + Rollen + Schnur Kombis. Hier sollte man unbedingt auf Qualität setzen, da  ein Fehlkauf dann teuer zu stehen kommt.

Im Folgenden werden ein paar Richtwerte zu den einzelnen Positionen angegeben. Für eine richtig gute Beratung, solltest du aber ein Fachgeschäft aufsuchen. Dort kannst du dir dann verschiedene Kombinationen anschauen, die für deinen Einsatzzweck genau passen.

Lesetipp: Die Grundausstattung für einen Karpfenangler

An sich brauchst du für das Karpfenangeln eine Rute, die ca. 3m lang, ein starkes Rückgrat und ein Wurfgewicht von 40-120g hat. Wenn du am Vereinsteich auf kleine bis mittlere Karpfen angeln möchtest und dabei die Posenmontage oder leichte Grundmontagen wählst, reicht eine Rute mit 40-60g Wurfgewicht und einer Länge von 3,3-3,6m.
Die Standardrute von vielen Karpfenanglern ist 3,6-3,9m lang, hat ein Wurfgewicht von 90-120g (2,75-3 Pfund (LB) Testkurve). Auf den meisten „richtigen“ Karpfenruten, steht auch nie ein Wurfgewicht sondern die Testkurve.

Die Rolle sollte auf jeden Fall eine fein einstellbare Bremse haben und eine große Kapazität an Schnur aufnehmen können. Bei der Schnur kannst du zwischen monofiler und geflochtener Schnur wählen. Du kannst bei Entfernungen von bis zu 150m entspannt auf eine monofile Schnur zurückgreifen, erst wenn du den Köder weiter als 150m austrägst wird eine geflochtene Schnur genommen.

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